Apotheken-Notdienst wird neu verteilt

Haben den Notdienst-Kalender immer griffbereit: (von links) Andrea Bräutigam, Dr. Joachim Kirch und Miriam Eisenberg. Foto: Stück

Eschwege. Nach der Schließung der Bahnhof-Apotheke in der Stresemannstraße, muss der Apotheken-Notdienstkalender im Altkreis Eschwege geändert werden. Ab heute bis zum Ende des Jahres gilt der neue Plan. Statt 16 Apotheken wechseln sich jetzt nur noch 15 Apotheken mit den Nacht- und Wochenenddiensten ab. Die Apotheken in und um Eschwege, zwischen Abterode und Sontra, Waldkappel und Wanfried sind für etwa 60 000 Kunden zuständig.

Die Bahnhof-Apotheke wurde zuletzt von der Waldkappeler Apothekerin Britta Müller betrieben. Nach Informationen unserer Zeitung hat die Inhaberin keinen approbierten Apotheker gefunden, der das Geschäft in Eschwege weiterführt. Denn Britta Müller selbst muss sich um ihre Apotheke in Waldkappel kümmern. Die medizinischen Produkte sind in der Bahnhof-Apotheke bereits ausverkauft. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich aber auch schnell ein Nachfolger finden kann“, sagt Dr. Joachim Kirch, der selbst zwei Apotheken in Abterode und Eschwege betreibt.

30 000 Präparate halten die Apotheken in etwa vor und liefern die Bestellungen auch nach Hause. Wenn sich eine Apotheke für den Notdienst bereiterklärt, ist sie ab 8.30 Uhr 24 Stunden verantwortlich. Und am nächsten Tag stehen die Apotheker wieder hinter der Ladentheke. Deswegen rufen sie auch zur Rücksicht auf. „Manche Dinge haben vielleicht auch bis zum nächsten Morgen Zeit. Denn Nachtdienst ist nur Notdienst“, heißt es in der Broschüre der Eschweger Apotheke.

Heute sind die Stadt-Apotheke in Waldkappel und die Sonnen-Apotheke in Niederhone dienstbereit. Welche Apotheken an den anderen Tagen zuständig sind, kann man jeden Tag aktuell und zuverlässig in der Werra-Rundschau nachlesen. Seite 6

Von Tobias Stück

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