Zum Namenstag pflanzen Schüler der Pestalozzischule Bäume

Mit Obst in die Zukunft

Es ist geschafft: Mit großer Begeisterung pflanzten die Jüngsten der Pestalozzischule gestern zwei Bäume. Fotos: Bettinger

Eschwege. Zwei Spaten, zwei Bäume, zwei Anlässe: Vor 60 Jahren hat die Pestalozzischule ihren Namen erhalten, gestern begannen mit einer Baumpflanzaktion am zweiten hessischen Tag der Nachhaltigkeit die Feierlichkeiten zum Namensjubiläum. 60 Tage lang - bis zum Weltkindertag am 20. November - wollen Schüler, Eltern und Lehrer mit mehreren kleinen Aktionen und Projekten ihre Schule feiern.

1920 wurde sie als erste Hilfsschule im Kreis mit einer Klasse gegründet, 1952 bekam sie ihren Namen, 1988 zog sie vom Schul- auf den Heuberg. Und genau- so, wie die beiden Obstbäume zwischen den Gebäuden ihre Kronen entfalten sollen, will die Schule ihr Jubiläum nach außen tragen. So haben die Zehntklässler blecheweise Apfelkuchen gebacken, den sie gestern an die Bewohner des Seniorenparks Lindenhof verteilten. Die Schüler der dritten Berufsorientierungsstufe (das entspricht etwa der neunten Klasse) kochten Kartoffelsuppe für alle, die gestern zur Mittagszeit an der Schule waren. „Wir würden gerne noch mehr Aktionen mit Außenstehenden machen, zum Beispiel mit dem Kindergarten“, wünscht sich Schulleiterin Bärbel Schuhmann-Nolte. In die 60 Tage fällt auch die Projektwoche, die in diesem Jahr unter dem Motto „Jeder ist kreativ“ steht.

Die jungen von einem Freund der Schule gestifteten Bäume stehen für das Leben und den Blick in die Zukunft. „Vielleicht werdet ihr später mal hier vorbeikommen, einen Apfel pflücken und euch daran erinnern, dass ihr diesen Baum mitgepflanzt habt“, prophezeite Lehrerin Stefanie Podzun den sieben- bis elfjährigen Schülern der Grundstufe, die gestern die beiden Bäume setzten.

Für die Schulleiterin geht es auch um die Zukunft der Schule: Lange wurde befürchtet, die Schule müsse aufgrund des in diesem Schuljahr neu eingeführten Inklusionsunterrichtes und daraus resultierenden Schülerschwunds über kurz oder lang schließen. „Dem ist nicht so“, ist sie sich sicher, auch weil die Pestalozzischule für 16 Schulen im Kreis Beratungs- und Förderungszentrum ist. „Wir werden die Entwicklung weiter beobachten.“

Von Stefanie Bettinger

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