Ohne Helm geht nichts

Experten-Tipps: So radelt man sicher mit Kindern

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Gibt fachgerechte Tipps: Oliver Münzing informiert darüber, was Eltern bei dem Kauf eines Helmes alles zu beachten haben. 

Eschwege. Die Fahrradsaison hat wieder begonnen und passionierte Radler mit kleinen Kindern wollen und müssen nicht aufs Fahrradfahren verzichten. Doch viele Eltern sind sich unsicher über die Art des Transportes. Wir haben bei Fahrradhändlern nachgefragt. 

„Grundsätzlich sollten Eltern ihren Kindern von Anfang an vermitteln, dass es wichtig ist, einen Helm zu tragen“, sind sich Heike Nützler von Velo Mangold und Oliver Münzing von Zweiradhaus Ebert aus der Kreisstadt Eschwege einig.

Der Kindersitz

Der Kindersitz für vorne ist lediglich für Kinder bis zu einem Gewicht von 15 Kilogramm geeignet und setzt das Kind direkt den Witterungsverhältnissen aus. Diese Sitze bieten zwar den Vorteil, dass man den Nachwuchs stets im Blick hat. „Für eine bessere Variante halte ich aber die Kindersitze für hinten. Diese eignen sich für Kinder bis zu einem Gewicht von 22 Kilogramm und werden meistens mit Hilfe einer separaten Halterung am Sattelrohr befestigt“, sagt Heike Nützler. Im Rücken hat man zwar nicht alles im Blick (hier kann ein Rückspiegel helfen), aber das Kind sitzt im Windschatten und ist geschützter.

Der Fahrradanhänger

Ein Vorteil bei Anhängern ist, dass beim Umkippen des Rades der Anhänger normalerweise nicht mit umkippt. Im Gegenteil zum Kindersitz wirkt sich der Anhänger wesentlich weniger negativ auf die Stabilität des Fahrrads und das Fahrverhalten aus. Es gibt zusätzlichen Stauraum und man kann ganz normal auf das Rad steigen, da der Nachwuchs nicht direkt hinter einem sitzt. Es gibt zudem auch Anhänger, die auch als Kinderwagen benutzt werden können. „Beim Kauf des Anhängers sagen wir den Eltern deutlich, dass das mitgelieferte Fähnchen unbedingt angebracht werden sollte, damit der Anhänger gut sichtbar im Straßenverkehr ist“, erzählt Oliver Münzing. Auch bei dem Alter gibt es etwas zu beachten: Nur Kinder bis sieben Jahren dürfen laut Straßenverkehrsordnung in einen Kindersitz oder im Anhänger mitgenommen werden. In einer Babyschale kann man Kinder bereits ab sechs Monaten mitnehmen und der Chauffeur muss ein Mindestalter von 16 Jahren haben.

Der Helm

Keine Pflicht, aber ein Muss: „Helme für Kleinkindern sollten vor allem leicht und abgerundet sein, damit der Kopf am Sitz beziehungsweise im Anhänger ganz anliegen kann, ein weiches Innenleben sollte vorhanden sein“, informiert Heike Nützler. „Man sollte bei einem Helm für Kinder auch auf zusätzliche Beleuchtung achten, da diese Autofahrer aufmerksam macht. Der reine Schutz steht bei Helmen für Kleinkinder absolut im Vordergrund, daher sollte man auf Seitenschutz und Qualität achten“, sagt Oliver Münzing.

Von Sina Grebestein

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