Einnahmen in Eschwege deutlich geringer als veranschlagt

Parkhaus am Hospitalplatz: Unternehmer fehlt Geld für Sanierung

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Die anstehenden Millioneninvestitionen können nach Angaben des Pächter-Unternehmens aus den Einnahmen des Parkhauses nicht finanziert werden. 

Eschwege. Riesenärger um das städtische Parkhaus am Hospitalplatz in Eschwege: Die Pächterin hat sich vertraglich zur Sanierung verpflichtet. Jetzt fehlt dem Unternehmen aus Erlangen das Geld.

Der Grund: Die Einnahmen sind deutlich geringer als veranschlagt, und die Sanierung wird erheblich teurer. Die Pächterin, das ist die Parkraum-Managementgesellschaft (PRM), fordert deswegen von der Stadt Nachschlag bei der Vertragsgestaltung und nennt die Überlassung weiterer Parkflächen zur Bewirtschaftung sowie die Aufgabe kostenfreier Stellplätze in Innenstadtnähe. Die Kommune ist allerdings zu keinen weiteren Zugeständnissen bereit. 

Stadt kann Sanierungskosten nicht selbst finanzieren

Die Kreisstadt Eschwege beschloss, ihr Parkhaus am Hospitalplatz Anfang vergangenen Jahres zu verpachteten. Grund dafür: Die Stadt kann und will die seinerzeit auf knapp eine Million Euro geschätzten Sanierungskosten nicht selbst finanzieren. Mit der neuen Besitzerin wurde vertraglich vereinbart, dass innerhalb von drei Monaten ein Sanierungskonzept für die renovierungsbedürftige Immobilie vorzulegen ist. Im Gegenzug für Pacht und Sanierung fließen die Park-Einnahmen an die Erlanger Managementgesellschaft. Die lagen 2015 bei 90 000 Euro. „Viel zu wenig“, sagt PRM-Geschäftsführer Norbert Kneuer, der mit der doppelten Summe gerechnet hat. „Auch in diesem Jahr sehen die Zahlen nicht besser aus“, sagt Kneuer. Der Sanierungsbedarf ist inzwischen auf 1,5 Millionen Euro gestiegen. 

Gespräche mit dem Magistrat

„Wir legen Wert auf die Einhaltung des Vertrages“, sagt Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe. Darin sei alles geregelt. Heppe: „Wir werden daran festhalten. Für Kneuer ist das nicht befriedigend. „Es könnte passieren, dass wir nur minimal sanieren, wenn die Stadt keine Zugeständnisse macht“, sagt er. Für den 12. September ist der Unternehmer mit dem Magistrat zu Gesprächen verabredet.

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