Parkhauspächter fordert von Stadt Eschwege weitere Zugeständnisse

Sorgenkind Parkhaus: Die Einnahmen aus dem Parkhaus am Hospitalplatz sind nach Angaben des Pächters zu gering. Er verhandelt mit der Stadt über die Überlassung weiterer Stellflächen. Foto: Sagawe

Eschwege. Die Bewirtschaftung weiterer Parkflächen und die Konkurrenz durch kostenfreie Stellplätze in Innenstadtnähe will Norbert Kneuer, Geschäftsführer der Parkraum-Managementgesellschaft (PRM), im Gespräch mit dem Magistrat der Stadt Eschwege über die Sanierung des Parkhauses am Hospitalplatz diskutieren. Am kommenden Montag verhandelt der Unternehmer aus Erlangen mit den Vertretern der Kreisstadt.

Die Parkraum-Managementgesellschaft ist Pächterin des städtischen Parkhauses, bekommt die Einnahmen aus den Abstellgebühren und hat sich im Gegenzug verpflichtet, die angeschlagene Immobilie zu sanieren. Den Beginn der Arbeiten hatte zuletzt die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung angemahnt (wir berichteten darüber).

PRM-Geschäftsführer Norbert Kneuer nennt die fehlende Wirtschaftlichkeit des Parkhauses als Grund für die noch nicht begonnene Sanierung. Gerne wolle die PRM schnell ein modernes Parkhaus zur Verfügung stellen. Aber: „Der langfristige Schlüssel hierzu ist immer eine perspektivische Wirtschaftlichkeit. Diese ist derzeit nicht ersichtlich und deshalb sehen wir auch die Stadt hierzu in der Verpflichtung“, sagt er.

Die Auslastung liegt nach Angaben des Unternehmens bei unter 40 Prozent. Dennoch werde mit der Stahlbetonsanierung aus statischen Gründen begonnen, um weitere Schäden zu vermeiden.

Kneuer sagt: „Bereits in den Vorgesprächen mit dem Bauamt war vereinbart, bei mangelnder Wirtschaftlichkeit uns weitere Nutzung von Parkflächen zuzugestehen und damit höhere Parkeinnahmen zu ermöglichen.“

Insbesondere die Stellflächen im unmittelbaren Umfeld des Parkhauses müssten kostenpflichtig werden, mahnt der Unternehmer an. Möglicherweise reiche das aber nicht aus. Er will deswegen auch den Parkplatz auf dem Werdchen in das Gesamtkonzept einbezogen wissen.

Bürgermeister Alexander Heppe hatte zuletzt ausgeschlossen, den Großparkplatz am Rand des Zentrums in die kostenpflichtige Parkraumbewirtschaftung einzubeziehen.

Nach Angaben Kneuers ist vertraglich vereinbart, dass spätestens zwölf Jahre nach Zustimmung der Stadt zum Gesamtsanierungskonzept die festgelegten Arbeiten abgeschlossen sein müssten. Vereinbart sei aber auch: „Die Parteien sind sich darüber einig, dass die zeitliche Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen einhergeht mit der Entwicklung des Parkkonzeptes und der Parkeinnahmen.“

Die Stadt war zunächst davon ausgegangen, dass die Sanierung unter eine Million Euro kostet, Kneuer rechnet inzwischen mit 1,5 Millionen Euro.

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