Eschweger Städtepartnerschaftsverein mit Patenschiff auf Patrouillenfahrt auf der Ostsee

WARNEMÜNDE/ESCHWEGE. Als sich der Bus mit dem Mitgliedern und Gästen des Partnerschaftsvereines Eschwege in Richtung Warnemünde in Bewegung setzte, wusste keiner der 40 Passagiere, was ihn acht Stunden später beim Besuch des Patenschiffes BP 26 Eschwege im Marinehafen Warnemünde erwartet: Die Besatzung der BP 26 um Kapitän Peter Wirth hatte ein Programm vorbereitet, das alle Mitreisenden begeisterte.

Vorbereitet hatten die Fahrt Uwe Gondermann und die Vorsitzende Ingrid Möller-Quanz.

 Nach der Begrüßung durch Kapitän Peter Wirth und seine Besatzung, dem Austausch von Gastgeschenken und einem ersten Rundgang, begann für die Besatzung ein ganz normaler Arbeitstag. Das heißt, das Polizeiboot ging auf Patrouillenfahrt auf der Ostsee.

DAS RETTUNGSMANÖVER

Für diesen Arbeitstag war auch ein Rettungsmanöver aus der Luft angesetzt, das die Eschweger nun miterlebten. Uwe Gondermann nahm die Einladung des Kapitäns an und stellte sich als „Bergungsopfer“ zur Verfügung. Ein Hubschrauber stand über dem Heck des Schiffes, und der in Schutzkleidung gehüllte und von einem Rettungssanitäter betreute Uwe Gondermann schwebte vom Deck am Drahtseil hängend nach oben, hinein in den Hubschrauber. Der drehte eine Runde, und Minuten später glitt Gondermann auf gleichem Wege wieder abwärts zurück an Bord. „Angst hatte ich keine“, sagte Gondermann. Und doch sei sein Adrenalinspiegel während der Aktion etwas erhöht gewesen. Das war aber nicht alles: Im Beiboot des Schiffes drehten mutige Eschweger Gäste einige Runden im Hafenbecken.

DIE ERWARTUNGEN

Kapitän Peter Wirth sagte beim Abschied der Gäste von Bord: „Wir haben die Eschweger Gastfreundschaft schon genossen. Es ist schön, dass auch wir einmal Besuch aus Eschwege empfangen und uns revanchieren durften.“ Die Besatzung der BP 26, die fast immer zusammen bleibe und nur selten personelle Wechsel erlebe, freue sich jetzt schon auf den nächsten Besuch in Eschwege. Der Kapitän beantwortete noch viele Fragen der Gäste über das Schiff und den Dienst der Seepolizei. „Für uns stand die Begegnung mit der Besatzung der BP 26 im Vordergrund, die ein großartiger Gastgeber war“, sagte Möller-Quanz. Das reichhaltige Programm habe alle Erwartungen übertroffen. „Wir haben die interessante Arbeit an Bord kennengelernt und hoffen, dass der aufgebaute gute Kontakt zur Besatzung in Zukunft noch intensiver gestaltet werden kann.“

DIE BP 26 ESCHWEGE

Die BP 26 Eschwege wurde 2003 in Dienst gestellt. An das Ereignis erinnert noch immer eine damals überreichte Glocke mit der Inschrift „Eschwege 2003“, die am Bug aufgehängt ist. Das Schiff ist eines von sechs Patrouillenbooten der Bundespolizei, die diese Schiffe genau wie die Gebäude an den heutigen Ausbildungsorten vom einstigen Bundesgrenzschutz übernahm.

Eschweger Delegation besucht Patenschiff BP 26

DAS RAHMENPROGRAMM

Im ruhig gelegenen Hotel an der Hasenheide in Rostock-Bentwisch war die Eschweger Reisegruppe untergebracht. Am zweiten Tag wurde ein umfangreiches Besichtigungsprogramm samt einer Stadtführung in Rostock sowie einem ausgedehnten Bummel durch Warnemünde angeboten. Auf der langen Rückfahrt am Sonntag trübten auch ein fast dreistündiger Stau bei Hamburg und ein Regenchaos auf der Autobahn die gute Laune der heimkehrenden Reisegruppe nicht.

Von Siegfried Furchert

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