Medizinischer Dienst prüfte 10 000 Einrichtungen in Deutschland

Pflege: Top-Noten für Eschweger Heime

Eschwege. Die Altenpflege in der Kreisstadt erhält bei unangekündigten Kontrollen des medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MdK) durchweg die Note sehr gut, drei Häuser sind sogar mit einer 1,0 benotet worden.

Diese Nachricht erfreut vor allem vor dem Hintergrund des gerade aufgedeckten Pflegeskandals in Bremen, wo eine Pflegerin die anvertraute Heimbewohnerin schlug. Der Test des MdK, der jährlich unangekündigt durchgeführt wird, bescheinigt allen sieben Eschweger Altenpflegeeinrichtungen diesen sehr guten Pflegestandard, wobei die schlechteste Einrichtung immer noch eine 1,4 erhielt. In einer Spezialausgabe des Magazins Focus zum Thema „Wohnen und Leben im Alter“ wurde der Transparenzbericht des MdK genauer analysiert.

Demnach erhielten das Altenzentrum der Arbeiterwohlfahrt, das Alten- und Pflegeheim St. Vinzenz und der Lindenhof in den vier Qualitätsbereichen Pflege und medizinische Versorgung, Umgang mit Demenzkranken, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung sowie in Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene jeweils die begehrte Note 1,0. Diese drei Einrichtungen zählen damit laut Focusanalyse zu Deutschlands Top-Pflegeheimen. Insgesamt wurden rund 10 000 Heime untersucht. Davon erhielten lediglich 850 die Auszeichnung bestes Pflegeheim und davon nur 4,8 Prozent die Note 1,0. Hessen liegt im Ländervergleich auf Platz vier.

Susanne Ziran, stellvertretende Pflegedienstleiterin im St. Vinzenz sagte zur Auszeichnung: „Wir sind bereits dreimal vom MdK ausgezeichnet worden, es bringt zwar eine zusätzliche Arbeitsbelastung für das Team, aber wir möchten die Note natürlich beibehalten“. Wilhelm Holzhauer vom Awo-Altenzentrum betonte, dass es gerade darauf ankommt, dass die Bewohner zufrieden seien. Mario Eissing vom Lindenhof sagte: „Mit diesem hohen Niveau schaffen wir einen weiteren Grund für die Menschen, in der Region zu bleiben.“

Von Wolfram Skupio

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