Kinder nehmen neu angelegten Spielplatz an der Kurt-Holzapfel-Straße in Beschlag

Piratenschiff fehlt noch

Neue Schaukeln: Die Schaukeln werden von Daniela Reitz‘ Töchtern Franziska und Annika begeistert angenommen. Die Gitterschaukel ist vor allem für die kleine Annika (re.) geeignet. Foto: W. Skupio

Eschwege. Dass die Politik auch einmal Entscheidungen revidiert, wenn sich diese als falsch herausstellen, zeigte sich am Donnerstagabend in der Kurt-Holzapfel-Straße in Eschwege, wo ein bereits geschlossener Spielplatz von Bürgermeister Alexander Heppe unter großer Anteilnahme von Kindern und Eltern wiedereröffnet wurde.

„Eigentlich hat es auch ein Gutes, dass der Spielplatz erst zurückgebaut wurde. Schließlich sind jetzt ganz neue Spielgeräte dazugekommen“, freut sich Petra Bachmann. Bachmann hatte sich gemeinsam mit anderen betroffenen Eltern an die Stadt gewandt, nachdem diese die Spielgeräte im letzten Jahr Stück für Stück abgebaut hatte. Erst dadurch erfuhren die Familien, dass der ganze Spielplatz geschlossen und eben nicht nur dessen Spielgeräte renoviert werden sollten, gefragt worden waren die Anwohner nicht (WR berichtete).

Der Rückbau des Spielplatzes hat sich im Nachhinein als falsch herausgestellt.

Alexander Heppe

Die Stadt sei davon ausgegangen, dass der Spielplatz kaum frequentiert werde, zumal in etwa 300 Metern Entfernung – wenn auch versteckt – ein zweiter Spielplatz liegt und hatte daher beschlossen, den in der Kurt-Holzapfel-Straße aus Kostengründen zu schließen, erklärte Heppe. „Das hat sich im Nachhinein als falsch herausgestellt“, gestand der Bürgermeister angesichts einer Schar von rund 30 Kindern, die den neugestalteten Spielplatz schon vor der Eröffnung durch das Stadtoberhaupt begeistert in Beschlag genommen hatten.

Petra Bachmann bedankte sich bei Heppe für dessen offenes Ohr und die Beteiligung der Kinder bei der Neugestaltung. Die Kinder des benachbarten Kindergartens durften ihren neuen Wunschspielplatz malen. Dass der Spielplatz erst jetzt eröffnet werde, sei kein böser Wille, so Heppe.

Die Lieferung der Spielgeräte habe schlichtweg so lange gedauert, auch wenn die eigentlichen Bauarbeiten bereits nach drei Wochen beendet waren. „Das Piratenschiff, welches sich die Kinder gewünscht haben, wird auf jeden Fall noch nachgeliefert“, versprach Heppe.

„Im Bezug auf die Spielplätze und die Beteiligung der Bürger hat zum Glück ein Kurswechsel im Magistrat stattgefunden“, lobte Jugendpfleger Rigobert Gaßmann das Ergebnis des Spielplatzneubaus.

Von Wolfram Skupio

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