Polizei will mit Aushängen in russischer Sprache Bevölkerung aufmerksam machen

Plakate warnen vor Trickbetrug

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Aufmerksamkeit steigern: Mit Plakaten in kyrillischer Schrift warnt die Polizei vor Trickbetrügern. 

Werra-Meißner. Mit Plakaten in russischer Sprache will die Polizei im Werra-Meißner-Kreis die Bevölkerung vor einer neuen Betrugsmasche warnen. In den vergangenen Wochen sind laut Polizeisprecher Reiner Lingner vermehrt aus Russland stammende ältere Mitbürger Opfer von Trickbetrügern geworden.

Die Anrufer sprechen fließend russisch und täuschen ihren Opfern vor, dass ein Familienmitglied in einer Notlage sei und dringend Geld bräuchte. Den Opfern werde auch mit Konsequenzen gedroht, wenn das Geld nicht umgehend bezahlt werde. Die Betrüger würden beispielsweise behaupten, dass das Familienmitglied einen Verkehrsunfall hatte und von der Polizei eingesperrt werde, wenn die Angehörigen nicht zahlten. Vermutlich ist die Betrugsamsche aus dem Landkreis Kassel und dem Schwalm-Eder-Kreis herübergeschwappt.

„Die Polizei hat herausgefunden, dass russisch sprechende Mitbürger oft nicht ausreichend durch die Presse gewarnt werden und die Plakate diese Bevölkerungsgruppe aufmerksamer macht“, sagt Lingner. Die Plakate würden an Geschäfte verteilt, die viele russische Kunden haben.

In den vergangenen zwei bis drei Wochen gab es mehrere Betrugsversuche, die jedoch nicht zum Erfolg geführt hätten. In der letzten Woche haben Trickbetrüger allein in Bad Sooden-Allendorf dreimal innerhalb von eineinhalb Stunden versucht, Geld mit dieser Masche zu ergaunern (wir berichteten). (alh)

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