Bei Bischhausen und Burg Ludwigstein

58 Fahrzeuge auf Bundestraßen im Kreis kontrolliert 

Etwas zu breit: Polizeioberkommissar Raimund Uthoff misst das Fahrzeug von Hendrik Hütt, der aus Nordrhein-Westfalen nach Thüringen unterwegs ist. Für Hessen fehlte ihm ein Zertifikat für die Überbreite seines Traktors. Foto: Deppe

Werra-Meißner. Wie ein begossener Pudel steht der Fahrer des 7,5-Tonners neben seinem Lkw, während Ulrich Brill vom Kontrolltrupp Nordhessen das Fahrzeug inspiziert. Auf der Ladefläche bemerkt er, dass die dort gestapelten Holzpaletten und Teile der übrigen Fracht nicht ordnungsgemäß festgemacht sind. „Aber ich habe doch alles niedergezurrt“, rechtfertigt sich der Fahrer. „Nein“, erwidert Brill, „sie haben die Ladung lediglich festgebunden.“ Das jedoch reiche nicht aus. Und da lasse er auch nicht mit sich diskutieren.

Diese Überprüfung, die für den Fahrer mit einer Geldbuße und der Auflage endete, die Ladung vor der Weiterfahrt ordnungsgemäß zu sichern, war Teil einer Kontrollaktion, bei der gestern insgesamt 32 Lkw auf der Bundesstraße 27 unterhalb der Burg Ludwigstein bei Werleshausen angehalten wurden. „In erster Linie ging es darum, die Einhaltung des Durchfahrverbots auf diesem Teil der B27 zu überprüfen“, so Einsatzleiter Brill. Mit acht Verstößen habe sich die Quote „durchaus im Rahmen gehalten“.

Der Eschweger Oberkommissar und seine sieben Kollegen kontrollierten die Fahrzeuge aber auch auf technische Mängel, auf Ladungssicherung sowie die Fahrer auf Einhaltung der vorgeschriebenen Lenkzeiten. Hier sah das Ergebnis etwas anders aus. „Insgesamt hatten wir 20 Beanstandungen, was so in etwa der üblichen Quote bei solchen Kontrollen entspricht“, sagte Brill.

Kontrolle bei Bischhausen

Die Genehmigung für die Überbreite seines Traktors hat sich Hendrik Hütt aus Rheda-Wiedenbrück für Nordrhein-Westfalen und Thüringen ausstellen lassen. Dass er auf diesem Weg auch Hessen durchquert, hat er nicht bedacht. Weil es aber nur noch wenige Kilometer bis nach Thüringen waren, durfte Hütt weiterfahren.

Eine Anzeige wegen Fahrens ohne Genehmigung schrieben die Polizeibeamten aber trotzdem.

Auch an der B 7 bei Bischhausen bewiesen die Beamten den richtigen Riecher: 26 Lkw und Sattelzüge wurden kontrolliert, knapp 20 Verstöße festgestellt. Elfmal hatten die Fahrer gegen die Sozialvorschriften verstoßen. Acht Fahrer mussten mit ihren Transportern umkehren. Sie hatten sich nicht an das Durchfahrverbot für Fahrzeuge mit einem Gewicht über zwölf Tonnen gehalten. Zudem erwartet sie ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt in der Verkehrssünderkartei.

„Die Zahl der Verstöße entspricht in etwa der Statistik, das war ein ganz normaler Schnitt“, sagt Hauptkommissar Rüdiger Willich, der mit neun Kollegen in Bischhausen im Einsatz war.

Von Lasse Deppe und Per Schröter

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