Ex-Innenminister ist Präsident des DRK-Bundesverbandes

Dr. Rudolf Seiters besuchte DRK-Kreisverband Eschwege und Bundespolizei

Ahle Wurst als Geschenk: Wendelin Teister und Theresina Albert schenken Dr. Rudolf Seiters rote Wurst. Foto: Mayer

Als ehemaliger Innenminister (1991-1993) für BGS und Polizei zuständig, ist Dr. Rudolf Seiters gern der Einladung zur Bundespolizei in Eschwege gefolgt. Nach seinem Vortrag beim Abend der Begegnung am Dienstag hat er gestern Morgen dem DRK-Kreisverband Eschwege einen Besuch abgestattet.

Auf dem Weg zu einem Termin beim DFB in Frankfurt eigentlich naheliegend, sagte Dr. Seiters schmunzelnd.

In seiner 33-jährigen Abgeordnetentätigkeit sei er vielen ehrenamtlich engagierten Menschen begegnet und so habe er nicht nein sagen können, als er 2003 gebeten wurde, Präsident des DRK-Bundesverbandes zu werden, erzählte er gestern, wie er denn zu dem Amt gekommen sei.

Die Verbände seien organisatorisch nötig, aber wichtiger seien die aktiven Mitglieder vor Ort, sagte er in Richtung des versammelten Kreisvorstands. Dessen Vorsitzender Wendelin Teister stellte dem hohen Gast den DRK-Kreisverband Eschwege vor. Er besteht aus sechs Ortsverbänden, hat je zwei Betreuungs- und Sanitätszüge und gerade mit dem Kreis die Rettungsdienstsicherstellung bis 2018 vereinbart.

Zur Soziale Dienste GmbH zählen Essen auf Rädern, Hausnotruf, Fahrdienst und ambulante Pflege, einzeln teilweise schon seit Jahren betrieben. Im Kreis werden jährlich zwei Altkleidersammlungen durchgeführt mit zirka 100 Tonnen Textilien als Ergebnis. Zusätzlich sind 18 Container aufgestellt und in der Kleiderstube können Textilien persönlich abgegeben werden.

Bei den Blutspendeterminen gehören die Ortsverbände zu den erfolgreichsten im Landesverband Hessen-Thüringen, allerdings mit leicht rückläufiger Tendenz der Spendebereitschaft, räumte Wendelin Teister ein. Beim Personal baut der Verband auf Allrounder auf der hauptberuflichen und der ehrenamtlichen Seite. Bei der Nachwuchsgewinnung habe man Probleme wie andere Vereine auch in der Region. Dr. Seiters empfahl hier die Einrichtung von Sanitätsdiensten in Schulen. Die gebe es hier schon lange, aber leider konzentriere sich das Schulwesen zunehmend in der Kreisstadt, was die Rekrutierung von Nachwuchs in den Dörfern erschwere, erläuterte Heiko Meier dem Präsidenten die missliche Lage.

Nach einem Rundgang durch die DRK-Zentrale verabschiedete sich Dr. Seiters mit einem Lob für die Arbeit des Kreisverbandes und einer roten Wurst im Gepäck. (hm)

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