Einblicke in heimische Unternehmen

Eschweger Schulen verpflichten Abiturienten zu Betriebspraktika

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Das Berufliche Gymnasium und OG schicken ihre Schüler in Unternehmen

An den Oberstufen der Eschweger Gymnasien sind in diesem Schuljahr erstmals Betriebspraktika für alle Schüler verpflichtend. Oberstufen- und Berufliches Gymnasium setzen damit einen Erlass des Kultusministeriums aus dem vergangenen Jahr um und schicken zu Beginn des zweiten Halbjahres beziehungsweise von Ende Mai bis Anfang Juni insgesamt 200 Oberstufenschüler in die Unternehmen.

„Wir sind im Grunde in der Erprobungsphase“, sagt Michael Schmidt vom Oberstufengymnasium zu dem Vorhaben. Vom 30. Januar bis zum 10. Februar werden die Gymnasiasten der Jahrgangsstufe 12 in die Betriebe gehen, um Praxiserfahrung im angestrebten Beruf zu sammeln. 

Zum Ende des Schuljahres schickt das Berufliche Gymnasium die Elftklässler für eine Woche in die Unternehmen. „Wir bieten ein Mischmodell aus Betriebspraktikum und Studientagen in den unterschiedlichen Fachrichtungen an“, erklärt Ivonne Buchenau das Konzept der Nachbarschule. Ein ganzes Stück weiter sind die Beruflichen Schulen in Witzenhausen. Im Gymnasialzweig gibt es die Oberstufenpraktika seit Jahren. „Unsere Schüler der zwölften Klassen nehmen im zweiten Halbjahr daran teil“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Begga Breiding. 

Praktika vor den Osterferien

75 Jugendliche, die in den Fachrichtungen Technik, Biologietechnik und Wirtschaft unterrichtet werden, absolvieren ihre Praktika in der Woche vor den Osterferien und investieren darüber hinaus eine weitere Woche ihrer Ferien. „Wer möchte, kann auch drei Wochen ins Unternehmen gehen“, sagt Breiding. Eschweges Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad wirbt mit dem Netzwerk Initiative Wirtschaft Eschwege (NIWE) in den Betrieben im Werra-Meißner-Kreis um Unterstützung bei der Bereitstellung von Praktikumsplätzen für die Oberstufenschüler.

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