Prof. Dr. Hans-Jürgen Kock ist Chef der Orthopädie und Unfallchirurgie

Neuer Chefarzt: Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat Stefan Reuß sowie die Geschäftsführer Dr. Claudia Fremder und Christoph Maier (von links) begrüßen Professor Dr. Hans-Jürgen Kock (Zweiter von rechts) als Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie. Foto: Sagawe

Eschwege. Seit dem 15. Mai ist Professor Dr. Hans-Jürgen Kock Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Werra-Meißner.

Am Mittwoch wurde Kock von Aufsichtsratsvorsitzendem Stefan Reuß sowie den Geschäftsführern Dr. Claudia Fremder und Christoph Maier in Eschwege offiziell in das Amt eingeführt.

„Ich habe mir diese Stelle ganz bewusst ausgesucht“, sagte Professor Kock, der anschließend über „Tradition und Innovation in der Unfallchirurgie“ referierte. Geschäftsführerin Dr. Fremder charakterisierte den neuen Mann an der Spitze der Abteilung als einen Menschen, der „christlichen Werten verbunden ist und auch danach handelt“. Die neue Position Kocks bewertete die Klinikchefin als eine ganz entscheidende. Kock sei der Favorit dafür gewesen.

Das Auswahlverfahren war gründlich. Kocks Arbeit begutachtete die Geschäftsführerin gemeinsam mit einem Chirurgen-Kollegen während der Operation einer Unterschenkel-Trümmerfraktur. „Das Spektrum, das Professor Kock abdeckt, ist genau das, was wir im Werra-Meißner-Kreis brauchen“, sagte Dr. Fremder. Damit gelinge die Sicherstellung der Versorgung auf hohem Niveau. Kock gehöre zur alten Garde der Chirurgen, die noch sehr breit ausgebildet sei. Und für die Zukunft prognostizierte sie reichlich Arbeit: „Wir haben ein anspruchsvolles Programm in den nächsten drei bis vier Jahren.“ Professor Dr. Hans-Jürgen Kock hat in Berlin, Kiel und für ein Semester auch im Ausland studiert, 1987 promoviert und 1996 habilitiert, außerdem ein betriebswirtschaftliches Aufbaustudium absolviert. Kocks Familie lebt mit vier Kindern in Darmstadt.

„Professor Kock ist seit einigen Wochen da und hat eingeschlagen, sich in die Arbeit gestürzt“, freute sich Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat Stefan Reuß über den Eifer des neuen Chefarztes. Reuß berichtete, dass in Deutschland 66 Krankenhausstandorte als unverzichtbar eingestuft worden seien - der Werra-Meißner-Kreis gehöre dazu. Der ärztliche Leiter des Klinikums, Chefarzt Dr. Peter Schott, bewertete die Professur Kocks: „Professor wird man, wenn man sich über Jahre wissenschaftlich beweist, Lehre ist eine weitere Voraussetzung.“

„Es ist beruhigend, einen solchen Fachmann gefunden zu haben“, sagte Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe, der sich selbst als Patient ankündigte: Vor drei Jahren sei sein Achillessehnenabriss im Eschweger Krankenhaus bestens versorgt worden, jetzt zwicke es im anderen Bein. „Ich habe eine Vorahnung, dass ich bald wieder hier sein werde. Ich freue mich darauf.“

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