Mit der Polizei auf Streife beim Open Flair

Auf Streife. Uwe von der Weth und Markus Koch sind auf dem Festivalgelände unterwegs. „Ich habe hier noch nie aggressive Stimmung gegen die Polizei erlebt“, sagt von der Weth. Fotos: Sagawe

Eschwege. Uwe von der Weth beschreibt die Arbeit während des Open Flair als angenehm. „Das ist ein Dienst, den Polizisten gern machen, weil das Umfeld komplett stressfrei ist“, sagt der Polizeihauptkommissar, der den Einsatz während des Festivals leitet.

190 Polizeibeamte sind während der fünf Open-Flair-Tage eingesetzt, bis zu 40 gleichzeitig. „Die Leute hier sind alle gut drauf“, erzählt der 45-Jährige. „Das ist viel weniger Stress als beispielsweise beim Johannisfest.“ Die Beamten würden während der Streifendienste auf dem Festivalgelände immer wieder von Besuchern angesprochen und um ein gemeinsames Foto gebeten. „Das machen wir gerne mit“, sagt der Beamte, zumal die Leute wüssten, wo die Grenze ist. „Ich habe hier noch nie aggressive Stimmung gegen die Polizei erlebt.“

Natürlich geht eine solche Großveranstaltung nicht ganz ohne Straftaten ab. In erster Linie „Eigentumsdelikte“ würden angezeigt, „wobei nicht immer klar ist, ob das Handy tatsächlich gestohlen wurde oder einfach nur verloren ging“. Gewalttaten wie Körperverletzungen seien dagegen die absolute Ausnahme. „Einzelfälle“, sagt von der Weth. Drogen spielen naturgemäß eine Rolle. „Aber nicht in dem Maß, dass man Angst haben müsste.“ Nichtsdestotrotz werde in diesem Jahr wieder genauer hingeschaut, wenn es um Haschisch und Co. geht. Von der Weth lobt die Zusammenarbeit mit der Security und den Veranstaltern um Geschäftsführer Alexander Feiertag und Arbeitskreisvorsitzenden Mark Rathgeber. „Das macht Spaß“, sagt er.

Die Polizeikräfte aus Eschwege und von anderen Dienststellen gehen in Uniform und in Zivil Streife. Tagsüber mit reduziertem Personalaufgebot. „Abends sind wir dann mit der vollen Kapelle im Einsatz“, so von der Weth.

Bis in die frühen Morgenstunden sorgen die Männer und Frauen für die Sicherheit der Festivalbesucher. „Das geht dann schon mal bis morgens um halb fünf“, erzählt der erfahrene Polizeibeamte. Erst wenn die Fans sich auf den Campingplatz zurückgezogen haben, endet der Dienst vor Ort. „Das ganze Open Flair ist eine Kuriosität“, so Uwe von der Weth.

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