Puppenfesttage: Doppelbelegung in der Stadthalle

Müssen die Puppenfreunde dieses Jahr in den Supermarkt ausweichen? Dann wäre die oben abgebildete Szenerie aus dem vergangenen Jahr einer Vorausahnung gleich. Archivfoto: Weber

Eschwege. Alles anders bei den Puppenfesttagen - und das im 21. Veranstaltungsjahr und zur Verärgerung der Veranstalterin Leokadia Wolfers.

Das ist passiert 

Seit 20 Jahren finden die Puppenfesttage in Eschwege am ersten Novemberwochenende statt. Hauptveranstaltungsort ist laut Wolfers seit jeher die Stadthalle. Doch die ist in diesem Jahr belegt. Für die Musicalproduktion „Bibi Blocksberg“ und das Konzert „Pasion de Buena Vista“ sind laut Stadthallenbetreiber Alexander Feiertag bereits über 1000 Karten verkauft. „Jeder in Eschwege weiß, dass das der Termin der Puppenfesttage ist“, sagt Wolfers, „viele Hotels und Pensionen sind deswegen schon ausgebucht.“ Gleichzeitig gibt sie aber an, den Termin nicht schriftlich reserviert zu haben. „Ein Anruf hätte ja genügt, um die üblichen Abläufe der Vermietung zu starten“, sagt Feiertag, der Wolfers bei der Lösung des Problems helfen möchte. „Die gebuchten Termine absagen, so wie Frau Wolfers das von uns fordert, ist aber unmöglich“, sagt er.

Das sind die Alternativen 

Leokadia Wolfers prüft derzeit, wo sie Teile der Festtage hin auslagern kann. „Durch den Ausfall der Stadthalle fehlen mir 1000 Quadratmeter Stellfläche“, sagt sie. Absagen kommt für sie aber nicht infrage. Als mögliche Alternativen sieht sie unter anderem die leerstehenden Taufrisch- und Plus-Geschäfte. Die Brüder-Grimm-Schule hat ihr schon Cafeteria und Sporthalle zur Nutzung versprochen. Als Veranstaltungsort fix sind auch die Jahnhalle und die Dünzebacher-Torturm-Halle. Alexander Feiertag versprach, sich um den Dialog mit den beiden Veranstaltern von Musical und Konzert zu bemühen. „Vielleicht kann Frau Wolfers wenigstens das Foyer der Stadthalle nutzen“, sagt er.

Das sind die Puppenfesttage 

Mehr als 150 Aussteller haben für die Veranstaltung im November laut Wolfers bereits zugesagt. Sie reisen aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus dem Ausland an. Im Mittelpunkt stehen Puppen und Teddybären in jeglicher Form. Künstler mit ihren eigenen Kreationen stellen ebenso aus wie professionelle Manufakturen, darunter Puppenschneider, -schuhmacher und sogar -augenbläser.

Drum herum bieten die Veranstalter Kurse, Vorführungen, Tombola und Signierstunden an. Geöffnet sind die Veranstaltungsorte am Samstag, 7. November und Sonntag, 8. November jeweils von 10 bis 17 Uhr. Die Tageskarte kostet zehn Euro, ein Wochenendticket 15 Euro. Kinder bis zwölf Jahre zahlen nichts.

Von Lasse Deppe

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