In Hotels und Pensionen keine freien Zimmer zu bekommen

An Puppenfesttagen ist Eschwege ausgebucht

Eschwege. Übernachtungen in Hotels und Pensionen sind nicht mehr zu bekommen. „Eschwege ist zu den Puppenfesttagen ausgebucht“, sagt Jutta Riedl, Geschäftsführerin der TouristInformation Eschwege-Meinhard.

Auch im Umland gebe es kaum noch freie Zimmer. „Die Puppenfesttage sind für Eschwege sehr wichtig“, sagt die Tourismusmanagerin. „Wir verlängern damit die Saison; an diesem Wochenende wären wir ohne die Veranstaltung niemals ausgebucht.“

Am kommenden Wochenende wird es in Eschwege voll. Mehrere tausend Besucher aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern werden zu den Puppenfesttagen erwartet, die am Samstag und am Sonntag zum 22. Mal in der Kreisstadt stattfinden. An beiden Tagen zwischen 10 und 17 Uhr zeigen nach Veranstalterangaben 120 Aussteller ihre Produkte in der Stadthalle, der Jahnturnhalle und der Sporthalle am Dünzebacher Torturm.

Als Ergänzung zu den Puppenfesttagen haben viele Eschweger Einzelhandelsgeschäfte auch am Sonntag geöffnet. Das bringt weitere Menschen in die Kreisstadt. Besucher der Puppenausstellung bummeln bei der Gelegenheit am Samstag- oder am Sonntagnachmittag durch die Geschäfte im Zentrum. Dabei wird der eine oder andere Gast die frühe Gelegenheit nutzen, nach Weihnachtsgeschenken Ausschau zu halten.

Hartmut Schepp, Vorsitzender der Initiative Stadtmarketing, sieht die Bedeutung für den Handel dagegen nicht. „Für den Tourismus wichtig, für den Einzelhandel aber eher ohne Bedeutung“, so seine Bewertung. Bestenfalls die Unternehmen am Stad, glaubt der Stadtmarketing-Vorsitzende, würden profitieren. Der gesamte Einzelhandel im Zentrum werde nur partizipieren, wenn in der Innenstadt eine thematische Beziehung zu den Puppenfesttagen hergestellt werde, glaubt Schepp nach den Erfahrungen der Vorjahre.

Von Harald Sagawe

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