Rauchende Grills neben Dancefloor

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Das Open Flair schläft nie. Von tausenden Lichtern erhellt leuchtet der Campingplatz an der Grebendorfer Chaussee in der Nacht.

Müllberge, Blutalkoholgehalt und Lärmpegel sind deutlich gewachsen auf dem Flaircampingplatz. Und der glich am Donnerstagabend einer gigantischen Partymeile. Brüllend laute Musik aus allen Boxen, Dancefloor auf dem Stoppelfeld und rauchende Grills.

Während sich auf der Seebühne gerade „P.O. Box“ und anschließend „Russkaja“ in Konzerten schaffen, werden auf dem Campingplatz hunderte von Partys gefeiert. Der Platz ist voll, als gäb‘s kein Festival gleich gegenüber. Vor den Zelten sitzen große Gruppen, zwei Drittel von ihnen hatten bereits erhebliche Probleme mit dem Gleichgewicht, auch das Sprechen wird schwieriger. Dafür geht grölen und johlen umso besser.

Camping Flair auf dem Open Flair

Alle sind bester Laune. Beliebter Zeitvertreib ist „Funkyball“, bei dem zwei Mannschaften eine Flasche bewerfen. Wer trifft, darf vom eigenen Bier trinken. Wessen Getränk zuerst alle ist, hat gewonnen.

Beliebter Zeitvertreib beim Campen: Funkyball.

Die meisten Campingplatzbewohner haben den Tag auf dem Platz verbracht. „Wir haben Musik gehört und die Leute vor den Dixi-Klos mit Wasserbomben beworfen“, erzählt Simon aus Eschwege, der hier mit Freunden aus Bremen feiert.

Doch alle haben ausnahmslos vor, den Abend noch zu nutzen, immerhin haben sie eine Festivalskarte bezahlt. Spätestens wenn um 0.30 Uhr K.I.Z. spielt, wird der Platz bis auf jene, die wirklich nicht mehr gehen können oder die Rapper nicht mögen, weitestgehend verwaist sein. Denn die Hip Hop-Rapper, aber auch „Emil Bulls“ und „Russkaja“, will sich niemand entgehen lassen.

Von Stefanie Salzmann

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