5 Regeln , die Drohnen-Piloten wissen müssen

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Drohne

Eschwege. Es gibt eine Freizeitbeschäftigung, die seit Jahren immer beliebter wird: die Hobbyfliegerei mit ferngesteuerten Multicoptern und Flugdrohnen.

Hunderttausende werden laut dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute inzwischen jedes Jahr verkauft, einfache Modelle sind ab 100 Euro erhältlich. Mithilfe einer montierten Kamera lassen sich damit spektakuläre Aufnahmen aus der Vogelperspektive machen. Was dabei beachtet werden sollte, erklärt der Eschweger Versicherungsunternehmer Ulrich Zander, Vizepräsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute.

1.Wenn die Multicopter gegen Hindernisse fliegen oder außer Kontrolle geraten, ist der Hobbypilot voll schadensersatzpflichtig. Das kann bei Personenschäden in die Hunderttausende, sogar in die Millionen gehen. „Die bestehenden privaten Haftpflichtversicherungen decken diese Risiken meist nicht ab“, sagt Zander.

2.Falls eine spezielle Haftpflichtpolice für Modellflieger greifen soll, die extra abgeschlossen werden muss, dürfen Drohnenbesitzer die Fliegerei nicht professionell betreiben.

3.Die Fluggeräte der Multicopter-Piloten dürfen nicht mehr als fünf Kilo wiegen. Falls doch, wird laut Zander eine spezielle Aufstiegserlaubnis der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde benötigt.

4.Mini-Drohnen dürfen nur auf Sicht bis maximal 100 Meter Höhe und je nach Bundesland zwischen 200 und 300 Meter weit geflogen werden.

5.Aufnahmen von Menschenmengen und Einzelpersonen sind tabu. Zu Flughäfen muss ein bestimmter Abstand eingehalten werden. Die Mindest-Entfernung zu den Außengrenzen liegt bei eineinhalb Kilometern. Zander fügt an: „Nur so kann man sichergehen, dass der vorher vereinbarte Versicherungsschutz nicht riskiert wird. Denn auch wenn sie sich im freien Raum bewegen: Im rechts- und risikofreien Raum fliegen die Mini-Drohnen nicht.“ (jpf)

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