Minister sieht aber schon jetzt die Zugkraft für Investoren

Rentsch: A 44 wird erst im Jahr 2020 fertig

Eschwege. Der Bau der Autobahn A 44 wird sich nach Einschätzung der hessischen Landesregierung weiter verzögern. Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) sagte jetzt im Interview mit der Werra-Rundschau: „Ich gehe davon aus, dass die Autobahn bis dahin in Betrieb gegangen ist.“

Dies sei bis dahin zwar kein kurzer Zeitraum, aber er glaube, dass sich Unternehmen schon jetzt für Ansiedlungen entlang der Strecke interessierten. Das Beispiel A 38 von Göttingen nach Halle zeige, dass eine Autobahn Ansiedlungen mit sich bringe. Eine vergleichbare Entwicklung werde es auch längs der A 44 geben, wovon vor allem der Werra-Meißner-Kreis profitieren werde.

In den ursprünglichen Planungen war für die A 44 das Jahr 2015 genannt worden, in dem die neue Fernverkehrsstraße für den Verkehr freigegeben werden sollte.

Während inzwischen für den Abschnitt zwischen Waldkappel-Ost und Kassel das Jahr 2018 angepeilt wird - dann soll der 4,2 Kilometer lange Tunnel Hirschhagen fertiggestellt sein - ist noch völlig unklar, wann mit den Bauarbeiten für das östlich davon gelegenen Teilstück Richtung Wommen/Herleshausen begonnen werden soll.

Eine unakzeptable Wettbewerbsverzerrung

Rentsch setzte sich auch für den Ausgleich des Fördergefälles zwischen Hessen und Thüringen ein. „Das ist eine unfaire Wettbewerbsverzerrung die nicht einer modernen Wirtschaftspolitik entspricht und die wir nicht akzeptieren“, sagte er. Die Landesregierung werde sich dafür einsetzten, dass das Ungleichgewicht mit Beginn der nächsten Förderperiode im Jahr 2014 aufgehoben wird.

Von Dieter Salzmann

Das Interview mit Verkehrsminister Rentsch lesen Sie in der Montagsausgabe der Werra-Rundschau.

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