SPD und Grüne legen Entwurf vor

Resolution für Nordsee-Lösung

Einleitung: Salziges Abwasser von K+S fließt bisher in die Werra. Der Kreistag des Werra-Meißner-Kreis soll eine Resolution beschließen, in der eine Pipeline zur Nordsee gefordert wird. Archivfoto: Uwe Zucchi/dpa

Eschwege. Die Kreistagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben den Entwurf einer Resolution vorgelegt.

Danach soll sich der Kreistag am 2. Juni gegen eine Salzabwasser-Pipeline nur bis an die Oberweser aussprechen. Weiter heißt es: „Damit würde das Problem nicht grundsätzlich behoben, sondern nur verschoben. Auch wenn die Wasserqualität in der Werra damit deutlich verbessert würde, bliebe die Weser wie bisher belastet. Dazu kämen großflächige Rückhaltebecken im Kreis Kassel, die das Landschaftsbild mit „Salzseen“ nachhaltig beeinträchtigten.“

Weiter soll der Kreistag des Werra-Meißner-Kreises die Hessische Landesregierung und alle Parteien im Hessischen Landtag bitten, in konkreten Verhandlungen mit K+S und mit der Landesregierung in Niedersachsen sowie dem niedersächsischen Landtag dafür zu sorgen, dass ohne weitere Zeitverzögerungen die Genehmigung für den Bau einer Fernrohrleitung von Philippsthal bis in die Nordsee vorangetrieben wird.

In der Begründung zur Resolution weisen SPD und Grüne unter anderem darauf hin, dass eine Nordsee-Pipeline ökologisch sinnvoll und ökonomisch vertretbar und damit die beste Voraussetzung für eine Sicherung der Arbeitsplätze in der Kali-Industrie sei. (stk)

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