Regionalplan Windenergie sieht 17 Standorte für Anlagen vor

42 riesige Windanlagen rotieren bald im Kreis

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Werra-Meißner. Nun ist es so gut wie amtlich: Im Werra-Meißner-Kreis sind 17 Areale – vorwiegend auf bewaldeten Höhen – als Standorte für Windkraftanlagen geeignet. 

Der vom Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Nordhessen abgesegnete Teilregionalplan Windenergie, der sogar ein zweites Mal fachlich beurteilt und diskutiert worden war, legt die Vorranggebiete fest. Darüber hinaus können keine Flächen mit den bis zu 200 Meter hohen Windrädern bebaut werden.

Die 17 Vorrangflächen haben insgesamt eine Größe von 1415 Hektar, das entspricht knapp 1,4 Prozent des Kreisgebietes. Vorgabe im Land Hessen nach Einläuten der Energiewende war, zwei Prozent zum Gewinnen von Windenergie auszuweisen.

Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann (Grüne) äußert sich zufrieden über den kurz vor der abschließenden Zustimmung stehenden Genehmigungsentwurf. Er sehe „auch im Werra-Meißner-Kreis ausreichend Fläche für Windkraftanlagen zur dezentralen Energieversorgung vor“, erklärte Wallmann. Ohne Windkraft sei die „dringend erforderliche Umsetzung der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele nach derzeitigem Stand nicht möglich“.

Nach aktuellem Stand drehen sich schon bald insgesamt 42 riesige Windräder im Kreis. Allein die 36 neuen Anlagen, die entweder schon in Betrieb sind oder in den nächsten Monaten fertig gestellt werden, erzeugen jährlich 105 Millionen Kilowattstunden Strom, womit 34 000 Haushalte versorgt werden können.

Damit werde endlich auch der Region Werra-Meißner „die Chance gegeben, an der Wertschöpfung teilzunehmen“, kommentierte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Lothar Seeger (Dudenrode) die Abstimmung im Ausschuss, den er seit Jahren geleitet hat. Die Investitionssumme für die 36 Anlagen schätzt er auf rund 180 Millionen Euro. 

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