Energetische Sanierung

Modellprojekt mit sechs Kommunen aus dem Werra-Meißner-Kreis

Energetische Sanierung: Sechs Städte und Gemeinden aus dem Werra-Meißner-Kreis nehmen an dem Modellprojekt teil. Quartierweise sollen Gebäude energetisch saniert werden. Dazu gehört auch die Fassadendämmung. Fotos: Archiv

Eschwege. Das Modellvorhaben des Werra-Meißner-Kreises ist unter dem Titel „Integrierte energetische Quartierssanierung“ zusammengefasst, sieht nach der einjährigen Planungsphase die Umsetzung in den Kommunen vor und startet mit sechs Städten und Gemeinden. Erster Kreisbeigeordneter Dr. Rainer Wallmann verspricht sich davon „zahlreiche weitere Ansätze zur Regionalentwicklung und zum Klimaschutz im Werra-Meißner-Kreis“.

DIE TEILNEHMER

Teilnehmer des Anfang des Monats gestarteten Projektes und damit Modellkommunen sind die drei Städte Eschwege, Witzenhausen und Großalmerode sowie die Gemeinden Herleshausen, Ringgau und Meißner.

SANIERUNGSZIELE

Bei der Quartierssanierung geht es darum, mehrere benachbarte Gebäude energetisch zu optimieren, wobei der Fokus auf Heizzentralen mit Nahwärmenetzen gelegt wird. Wünschenswert: Die Verwendung heimischer Brennstoffe, beispielsweise aus holziger Biomasse. Auch Entwicklungsstrategien gegen Leerstand und die Berücksichtigung des demografischen Wandels sind Projektziele.

DIE FINANZIERUNG

Lediglich fünf Prozent der Kosten müssen die Kommunen selbst aufbringen. Die 360 000 Euro für Planung und Projektentwicklung werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur 65 Prozent sowie vom Land Hessen mit 30 Prozent finanziert.

PLANUNG

Die Projektentwicklung und Planung werden ungefähr ein Jahr dauern. Dann wollen die beauftragten Ingenieure den sechs Kommunen umsetzungsreife Sanierungsplanungen für die ausgewählten Quartiere vorlegen. Verwaltungsgebäude kommen für die Sanierung ebenso in Frage wie Kindergärten, Kirchen und auch Privathäuser. Um die regionale Wertschöpfung zu stärken, sollen möglichst heimische Handwerksbetriebe mit der Umsetzung beauftragt werden.

KONKRETE VORHABEN

Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe erklärte bei der Vorstellung, dass die Kreisstadt über mehrere mögliche Projekte nachdenke. Klaus Fissmann, Bürgermeister im Ringgau, sieht das gemeindliche Verwaltungszentrum aus den siebziger Jahren sowie benachbarte Gebäude wie die VR-Bank als potenzielles Sanierungsgebiet. Das Bürgerhaus mit Verwaltung, benachbartem Schloss Augustenau und Seniorenzentrum will Bürgermeister Burkhard Scheld (Herleshausen) vorschlagen.

Von Harald Sagawe

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