Haushalt 2014 sah Defizit von 3,5 Millionen Euro vor

Sattes Plus in der Kasse des Werra-Meißner-Kreises

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Eschwege. Der Haushalt des Werra-Meißner-Kreises für 2014 wird mit einem deutlichen Plus abschließen, das nach Angaben von Landrat Stefan Reuß zwischen 800 000 und 1,2 Millionen Euro liegt. Bei der Verabschiedung des Etats war noch ein Defizit in Höhe von 3,5 Millionen Euro veranschlagt worden. Mit zwei Ausnahmen – 2001 und 2002 – war der Haushalt des Kreises seit 1996 defizitär.

Die genaue Höhe des Ergebnisses, so Reuß, hänge noch von der exakten Ermittlung der Pensionsrückstellungen sowie von Abschreibungen ab. Höhere Steuereinnahmen und in der Folge eine bessere finanzielle Ausstattung durch das Land seien der Grund für die Verbesserung. „Das war bei der Haushaltsverabschiedung Ende 2013 so nicht zu erkennen“, sagt Reuß.

Gespart wurde darüber hinaus bei den Aufwendungen beispielsweise für EDV sowie rund 600 000 Euro an Personalkosten. „Wir haben freigewordene Stellen später besetzt“, erklärt der Landrat. Der Kreis hat damit den im Schutzschirmvertrag für 2018 vereinbarten Haushaltsausgleich bereits vier Jahre früher erreicht. Und was geschieht mit dem Überschuss? „Der geht in den Schuldenabbau“, sagt Reuß.

Voraussichtlich wird auch der Haushalt 2015 ausgeglichen abschließen. Das veranschlagte Defizit in Höhe von 1,5 Millionen Euro könne schon mit dem Nachtragsetat, der im Herbst vorgelegt wird, ausgeglichen werden. Für das kommende Jahr rechnet Landrat Reuß mit einem Plus. „Darauf läuft es hinaus“, sagt er, weist aber darauf hin, dass das auch davon abhängt, wie die Landeszuwendungen nach der Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs tatsächlich aussehen.

Auswirkungen könnte die positive Entwicklung auch auf die Städte und Gemeinden im Kreis haben. Die von den Kommunen gezahlte Kreis- und Schulumlage könnte wieder sinken. Die Abgaben liegen beim gesetzlichen Höchstwert von zusammen 58 Prozent. Von Harald Sagawe

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