Straße gleicht einem Flickenteppich

Schlagloch-Piste Langenhainer Weg 

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Der Langenhainer Weg gleicht einem Flickenteppich. Die erlaubte Geschwindigkeit ist auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Wann die Straße saniert wird, steht noch nicht fest.

Eschwege. Die Schilder am Straßenrand warnen vor Straßenschäden und begrenzen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer. Schlagloch reiht sich an Schlagloch.

An zahllosen Stellen ist der Langenhainer Weg in Eschwege provisorisch ausgebessert. Wer die Kreisstadt aus Richtung Langenhain erreicht, tut das über eine Straße, die einem Flickenteppich gleicht.

Unhaltbarer Zustand

„Ein unhaltbarer Zustand sei das“, findet Hans-Dietrich Brock, der in einer Nebenstraße wohnt und ständiger Benutzer des Langenhainer Wegs ist. Er habe schon bei Hessen Mobil protestiert und auch mit dem Landtagsabgeordneten Lothar Quanz über die Problematik diskutiert. Aber seit Jahren tue sich nichts. Am schlimmen Zustand der Straße wird sich voraussichtlich auch erst einmal nichts ändern.

Der Langenhainer Weg gleicht einem Flickenteppich. Die erlaubte Geschwindigkeit ist auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Wann die Straße saniert wird, steht noch nicht fest.

„Wann die Maßnahme umgesetzt wird, hängt sowohl von anderen hessenweiten Projekten und deren Dringlichkeit als auch von den finanziellen Möglichkeiten unter Beachtung der Schuldenbremse ab“, heißt es dazu von Hessen Mobil als zuständiger Behörde.

Für alle geplanten Bauvorhaben an Landesstraßen gebe es eine landesweite Prioritätenliste. Die Landesstraße 3424 - so die Bezeichnung des Langenhainer Wegs- „ist aufgrund seines Zustandes für die bevorstehende Dringlichkeitsbewertung vordringlich berücksichtigt worden“, so Behördensprecherin Cornelia Höhl. Für die Prioritätenliste erfolge eine regelmäßige Fortschreibung. Sie werde derzeit für alle hessischen Landesstraßen überarbeitet und aktualisiert. „Danach wird die neue Priorisierung für die Jahre ab 2015 festgelegt“, erklärt Höhl.

Auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für den Landesstraßenbau würden danach entsprechend der Dringlichkeit die jeweiligen Projekte im landesweiten Vergleich mit dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium abgestimmt und festgelegt. Diese Dringlichkeitsbewertung baue auf objektiv erfassten Grundlagen auf.

So würden neben dem Oberziel der Verkehrssicherheit auch Aspekte der Verkehrsqualität, der Umfeldauswirkungen und der Wirtschaftlichkeit sowie der Verkehrsbedeutung betrachtet.

Von Harald Sagawe

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