SPD, CDU und Grüne bewerten die Umbauplänen positiv

Schlosssanierung ist der FWG zu teuer

Eschwege. Der FWG ist die Sanierung des Landgrafenschlosses in Eschwege zu teuer und den zeitliche Ablauf nennt FWG-Sprecher Andreas Hölzel überhastet. Am Freitag soll der Kreistag entscheiden.

15,5 Millionen Euro sollen die Sanierung des Schlosses sowie weiterer Verwaltungsgebäude des Kreises kosten. Während von SPD, CDU und Grünen Zustimmung zu den Plänen signalisiert wird, meldet die FWG Zweifel an.

Gestern kündigten die Freien Wähler einen Fragenkatalog zu dem Vorhaben an, der dem Finanzausschuss und dem Kreistag vorgelegt werden soll. „Viele offene Fragen sind zu beantworten, bevor wir über die Sanierung des Landgrafenschlosses beschließen können“, sagte Hölzel.

Die abschließende Debatte und die Beschlussfassung über die Schlosssanierung sind für kommenden Freitag vorgesehen. Der Kreistag kommt in der Stadthalle in Eschwege am Nachmittag zu seiner Sitzung zusammen. Am Vormittag des selben Tages findet die Sitzung des Finanzausschusses statt. Die FWG bemängelt, erst zwei Wochen vor dem geplanten Beschlusstermin umfänglich über die Pläne informiert worden zu sein. „Außerdem favorisieren wir eine um 6,5 Millionen Euro günstiger Ausbauvariante“, so Hölzel.

Schließlich sind die Freien Wähler auch nicht mit dem geplanten zeitlichen Ablauf einverstanden. Das Schloss selbst müsse zuerst saniert werden, um frühzeitig von unvorhergesehenen Kostensteigerungen zu erfahren, mit denen angesichts des hohen Alters des Gebäudes immer zu rechnen sei.

Die Grünen widersprechen der FWG. „Alle Fraktionen des Kreistags kennen seit dem 2. Dezember vergangenen Jahres die Pläne und Zahlen zur Schlosssanierung. Auch die FWG hätte also seit zwei Monaten darüber beraten und nachfragen können“, so der Kreistagsabgeordnete Armin Jung. Auch die Kosten betrachten die Grünen aus einem anderen Blickwinkel.

Von Harald Sagawe

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