Internetvideo zeigt gefährliche Szenerie

Schranke defekt: Bahnübergang bereitet Autofahrern Sorgen

Eltmannshausen. Seit Jahren macht der Bahnübergang zwischen Eltmannshausen und Oberhone Probleme. Machnmal wartet man endlos, bis man ihn überqueren kann. Jetzt senkt sich die Schranke nicht mehr, wenn ein Zug kommt.

Es ist ein gespenstisches Szenario: Im Tiefdunkel der Nacht rast ein Güterzug über den Bahnübergang zwischen Eltmannshausen und Oberhone. Die Schranken sind geöffnet, die Ampeln zeigen kein Signal. Auf beiden Seiten der Gleise stehen Autos.

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Die Szene entstammt einem Handyvideo, dass seit einigen Tagen im Internet kursiert und von Markus Görs aufgenommen wurde. Alleine von seiner Facebook-Seite wurde der Clip bis gestern knapp 1000-mal geteilt.

Ortsvorsteher Georg Rost sind Probleme an dieser Stelle bekannt. Er bestätigt auch, dass Autofahrer oft mehr als eine Viertelstunde vor verschlossener Schranke stehen.

„Ein Zug bekommt keine freie Fahrt, wenn der Bahnübergang nicht sicher ist“, sagt Bahnsprecher Thomas Bischoff. Dennoch sieht er nach Betrachten des Videos aus Eltmannshausen zunächst keine Regelverletzung. „An einem Bahnübergang kann es zu Störungen kommen“, erklärt er, „doch auch wenn die Schranken und die Ampeln ausfallen, gilt der Bahnübergang als gesichert, wenn Andreaskreuze aufgestellt sind.“ Das ist im Eschweger Beispiel der Fall.

Fallen Schranken aus, wird demnach der Fahrdienstleiter automatisch informiert. Züge fahren dann in Schrittgeschwindigkeit an den Übergang heran, der Zugführer veranlasst laute akustische Signale. „Erst wenn die Lokomotive den Bahnübergang hinter sich gelassen hat, darf der Zug wieder auf seine übliche Geschwindigkeit beschleunigen“, sagt Bischoff. Ob das beim Zug aus dem Handyvideo der Fall war, lässt sich nicht erkennen.

Im Gegensatz zu Schranken und einer Ampelanlage ist ein Andreaskreuz als Sicherheitssignal am Bahnübergang Pflicht. Es hat eine ähnliche Bedeutung, wie ein „Vorfahrt-gewähren“-Schild. Der Schienenverkehr hat hier Vorrang. Autofahrer sollten sich langsam nähern und sich vergewissern, dass die Gleise frei sind, bevor sie weiterfahren.

Rubriklistenbild: © Screenshot: Görs/nh

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