Flüchtlinge ein großes Thema

Schüler aus Eschwege und Partnerstädten diskutieren über Europa

Europaschule: Die Anne-Frank-Schule in Eschwege gehört zu den 33 Europaschulen in Deutschland. Neben dem Austausch mit acht Ländern gehört auch die Sensibilisierung für die Werte Europas zum Leitbild der Schule. Foto: Sagawe/Archiv

Eschwege. Zum ersten Mal kommen in Eschwege sieben Schulen aus ganz Europa zusammen, um gemeinsam über ihren Kontinent und das politische Konstrukt dahinter zu diskutieren. Eingeladen zu dem viertägigen Workshop hat die Eschweger Europaschule Anne Frank (AFS).

Neben Schulen aus Eschwege und Wanfried nehmen auch Delegationen der Schulen aus Eschweges Partnerstädten Mühlhausen, Regen und St. Mandé teil.

Der Workshop

Das große Thema des Workshops ist die „Migration als Herausforderung und Belastungsprobe für Europa“. Thema des Jahres bei allen 33 Europaschulen in Deutschland ist „Natürlich Europa“. Neben Umweltschutzaspekten habe sich auch die Flüchtlingsproblematik aufgedrängt. Die Schüler wollen klären, warum die Menschen ihre Heimat verlassen, wie eine Flucht verläuft, wie die Hilfesuchenden in Europa aufgenommen werden und welche Herausforderungen sich für Eschwege, Deutschland und Europa dadurch ergeben. Dafür recherchieren die Schüler mit Flüchtlingen aus Eschwege, Schülern der beiden Flüchtlingsklassen an der AFS und ehrenamtlichen Helfern aus Eschwege.

Die Ziele

„Wir verfolgen mit diesem Workshop zwei Ziele“, sagt Berthold Diegel, Organisator des viertägigen Treffens und Koordinator der Europaschule. Zum einen will man die Schüler für die europäischen Werte sensibilisieren, zum anderen die Kooperation zwischen den Schulen stärken. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den Schulen aus den Partnerstädten liegt Diegel am Herzen. „Es ist wichtig, dass wir über die offiziellen Vertreter hinaus, die jedes Jahr kommen, die Menschen aus den Städten zusammenbringen.“ Mit den Schülern könne ein guter Anfang gemacht werden.

Die Teilnehmer

Jeweils fünf Schüler der Brüder-Grimm-Schule, der Friedrich-Wilhelm-Schule, der Anne-Frank-Schule, der Elisabeth-Selbert-Schule, der Realschule Regen, dem Lycee Jaques Offenbach sowie dem Tilesiusgymnasium Regen kommen von Montag bis Donnerstag zusammen. „Die Unterbringung war ein Herausforderung, jetzt haben wir aber Lösungen in Gastfamilien gefunden“, sagt Diegel. 

Wer an der großen Podiumsdiskussion zum Abschluss teilgenommen hat, erfahren Sie in unserer gedruckten Donnerstagsausgabe. 

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