15 Schüler der Eschweger Anne-Frank-Schule absolvieren Praktikum in Kroatien

Absolvierten ein Auslandspraktikum: die 15 Schüler der Anne-Frank-Schule in Eschwege. Auf dem Lehrplan stand der Tourismus auf der Insel Rab. Foto: privat

Eschwege/Rab. Ihr erstes Auslandspraktikum haben jüngst 15 Schüler der Eschweger Anne-Frank-Schule in Kroatien absolviert. Ziel ihrer Reise war die Insel Rab in Kroatien.

Das Ziel 

Die Jugendlichen haben während ihrer Reise Berufe kennengelernt, die mit Tourismus und regionaler Vermarktung einheimischer Produkte zu tun haben - „und das im Ausland, in einem Land, welches erst seit kurzer Zeit der EU angehört“, heißt es vonseiten der Schulleiterin Kerstin Ihde. So haben die Jugendlichen in der beruflichen Abteilung der Marcantun-de-Dominis-Schule in Banjol dem Küchenchef beim Entstehen von typischen Mittelmeergerichten auf die Finger geschaut. Selbst hergestellt haben die Schüler eine kroatische Spezialität: Rabska Torta - ein Dessertkuchen mit Baiser und Mandeln.

Im Hotel Padova erfuhren die Jugendlichen von der Direktorin, wie ein Vier-Sterne-Hotel organisiert wird, welche Abteilungen es hat und wie alles ineinandergreift.

Die Vorbereitung 

In Vorbereitung auf das Praktikum haben die Schüler Interviews und Präsentationen in englischer Sprache zum Thema „Tourismus im Werra-Meißner-Kreis“ erstellt. In Kroatien konnten sie dann viel Interessantes in Erfahrung bringen: Zum Beispiel interviewten sie den Bürgermeister der Gemeinde Lopar, der eindrucksvoll von der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Einheimischen in den Wintermonaten berichtete und davon, dass es auf Rab keinerlei Industrie gibt. Die meisten Menschen sind auf den Tourismus angewiesen und leben davon.

Die Praxis 

Eindrucksvoll für die Schüler sei auch die ganztägige Ausfahrt mit dem Kutter zur Insel Pag gewesen, wie Schulleiterin Kerstin Ihde mitteilt. Das Kochen und Grillen einfacher Gerichte auf dem Boot sowie das Kennenlernen der Olivenölproduktion sowie der Herstellung von Schafskäse waren nur einige Ziele der Bootstour. Auf Pag leben rund 30 000 Schafe und der „Pagski sir“ ist eine weltberühmte Spezialität. Das Kennenlernen regionaler Produkte und ihrer Herstellung - zum Beispiel Spinnen von Schafwolle und das Herstellen einfacher Spezialitäten der berühmten Mittelmeerküche - rundeten das Programm ab.

Die Zukunft 

„Alle waren sich einig“, sagt Schulleiterin Kerstin Ihde: „Es ist toll, solche Erfahrungen im Ausland machen zu können.“ Diesem ersten Berufspraktikum der Schüler der Anne-Frank-Schule im Ausland sollen nun noch weitere folgen. (red/esp)

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