Die Klasse R8b der Rhenanusschule Bad Sooden-Allendorf besuchten das Eschweger Amtsgericht

Schüler als Gerichtsreporter

Da blieb keine Frage offen: Die Schülerinnen Saskia Barthel, Carina Richwien und Jeaninna Rundshagen befragten Andreas Gast von der Einlasskontrolle zum Sicherheitssystem im Amtsgericht. Foto: privat

Eschwege. Die Schüler der Klasse R8b der Rhenanusschule waren auf Entdeckungstour im Eschweger Amtsgericht. Sie machen beim WR-Projekt Zeitung in der Schule mit und nahmen als Journalisten an einer Gerichtsverhandlung teil.

Für die 21 Schüler war dies allerdings nicht ganz neu, denn im vergangenen Jahr waren sie im Politikunterricht bei zwei Gerichtsverhandlungen dabei udn waren mit den Gegebenheiten im Amtsgericht bereits bestens vertraut. Überrascht waren die Schüler allerdings von der neuen Eingangskontrolle überrascht, die bei den vorangegangenen Besuchen noch nicht existierte. Diese Neuerung nahmen Saskia Barthel, Carina Richwien und Jeaninna Rundshagen zum Anlass, um Andreas Gast von der Einlasskontrolle zu seiner Tätigkeit zu befragen.

Jonas Stöber, Noah Ghuman, Leonard Haake, Marvin Becker, Selina Schindewolf und Selina Diegel versuchten sich als Gerichtsreporter und befragten den Richter Dr. Wachter zu dem aktuellen Fall sowie zu dem Beruf des Richters. Da es bei dem behandelten Fall um uneidliche Falschaussage ging, interessierten sich die Gerichtsreporter besonders für Fragen rund um die Glaubwürdigkeit von Zeugen und über die Frage, wie man als Richter damit umgeht, wenn man vermutet, dass man angelogen wird, dies aber nicht beweisen kann.

Alina Sepel, Lena Schröder, Marisa Kräft und Maurice Niemann nutzten die Wartezeit bis zum Beginn der Verhandlung um mit der Justizfachangestellten Frau Knieling ein Gespräch über die Arbeitsbedingungen im Amtsgericht zu führen. Sie interessierten sich besonders für die Arbeitsaufgaben einer Justizvollzugsfachangestellten. Erstaunt zeigten sie sich über die strengen Vorgaben zur Verschwiegenheitspflicht und die Tatsache, dass man auch mit Familienangehörigen und Freunden nicht oder allenfalls in anonymisierter Form über die zu bearbeitenden Fälle sprechen darf.

Von Diana Rissmann

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