WR-Medienprojekt: Alexander-von-Humboldt-Schüler besuchen die Blaue Kuppe

Schüler als Naturschützer

Der Natur auf der Spur: Die Klasse 4c der Alexander-von-Humboldt-Schule Eschwege besuchte für ihre Zeitungsartikel das Naturschutzgebiet Blaue Kuppe. Foto: Kaiser

Eschwege. Wie ist die Blaue Kuppe entstanden? Was für Tiere und Pflanzen gibt es dort? Die meisten Fragen hatten die Grundschüler der Klasse 4c Diplombiologin und Umweltpädagogin Susanne Pfingst bereits letzte Woche bei deren Besuch in der Schule gestellt, gestern gab es dann die Natur zum Anfassen.

Die Grundschüler der Alexander-von-Humboldt-Schule Eschwege hatten sich auf den Weg zur Blauen Kuppe gemacht, um sich dort mit Susanne Pfingst zu treffen, die für den Naturpark Meißner-Kaufunger Wald arbeitet.

Aus was besteht die Blaue Kuppe? Welche Gesteine sind hier zu finden? Pfingst hatte Steine mitgebracht und baute mit den Schülern die Blaue Kuppe, die einmal ein Vulkan war, und ihre Entstehung in klein nach. Bevor die Blaue Kuppe vor über 100 Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, wurde hier Basalt abgebaut.

Chiara wollte wissen: „Wie wurde der Basalt abgebaut?“ „Wie viel wurde täglich abgebaut?“, fragte Marla. Wie können hier Pflanzen wachsen? Und: Warum wachsen an den Hängen keine Bäume? Als Susanne Pfingst auf die letzte Frage antwortete, dass sie mit den Schülern der Brüder-Grimm-Schule Eschwege zweimal jährlich die Hänge in den Kesseln mähe, um seltenen Tieren und Pflanzen die Möglichkeit zu geben, dort windgeschützt und sonnig wachsen und leben zu können, waren die Schüler begeistert. Einige von ihnen werden ihr somit nämlich ab dem nächsten Schuljahr bei den Pflegearbeiten an der Blauen Kuppe helfen.

Auch über die Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes wollten die Viertklässler mehr erfahren. Was sie vor einer Woche theoretisch gelernt hatten, zeigten sie gestern in der Natur. Die Fuchsgruppe um Tim wusste noch vieles über das Raubtier. Was isst es? Wo wohnt der Fuchs? Selbst dass der Fuchs auch gerne mal Beeren frisst, hatten die Schüler nicht vergessen. Auch das Geräusch des Waldkauzes konnten sie imitieren, den Unterschied zwischen Haus- und Wildkatze benennen.

Als die Klasse bei ihrem Rundgang über die Blaue Kuppe auf ein altes Lagerfeuer traf, erklärte Pfingst den Schülern, dass Feuer machen in einem Naturschutzgebiet verboten sei. Auch Müll dürfe man nicht liegen lassen, da dieser gefährlich für die Tiere werden kann. Das leuchtete den Kindern ein, schließlich sollte man die Umwelt schützen, um sie zu erhalten.

Zum Abschluss ihres Ausfluges spielten die Schüler das Spiel Wildkatzen gegen Mäuse, bei dem sie das Erlernte unter Beweis stellen mussten. Gemeinsam mit Klassenlehrerin Juliane Bartram werden die Viertklässler in den nächsten Tagen kleine Artikel über ihren Tag auf der Blauen Kuppe für das Projekt Zeitung in der Schule schreiben.

Von Selina Kaiser

Kommentare