Aktion „Helfende Hände“ brachte 2119 Euro zugunsten sozialer Einrichtungen

Schüler spenden Arbeitslöhne

Waren dankbar für jede helfende Hand: Laura Zänkert, Jonas Döring, Helena Pfingst, Caroline Bär, Max Fioravanti und Jonas Weinrich. Foto:  Deppe

Werra-Meißner. Ein schulfreier Tag freut jeden Schüler. Doch gilt das auch, wenn er anstatt im Unterricht zu sitzen, arbeiten muss? 154 Schüler aus dem Werra-Meißner-Kreis ließen sich jedenfalls nicht abschrecken und schufteten einen Tag lang für den guten Zweck. Die bei der Aktion „Helfende Hände“ erarbeiteten Löhne kamen ausgewählten sozialen Projekten zugute.

Am Mittwochabend übergaben die Vertreter des Kreisschülerrates als Organisatoren der Aktion im Rittersaal des Landgrafenschlosses insgesamt 2119 Euro an drei Projekte: Den Kreisjugendring in Eschwege, den Verein Helikopter aus Hessisch Lichtenau und den Witzenhäuser Weltladen.

Landrat Stefan Reuß lobte in einer kurzen Ansprache, wie bedacht die Schüler die Spendenempfänger ausgewählt hätten. „Da wurde sich wirklich mit jedem Projekt auseinandergesetzt“, sagte er.

Nicht alle Schulen im Kreis haben an der Aktion teilgenommen. Umso bemerkenswerter aber, dass mancher Schüler seine Freizeit für den guten Zweck opferte. So wie Max Fioravanti. Der 16-jährige Schüler der Anne-Frank-Schule half seiner Nachbarin, mähte Rasen, holte Holz und wischte Staub. „Ich hab da angepackt, wo sich für die ältere Frau Grenzen auftaten“, sagt er. Den Lohn, den die Nachbarin zahlte, spendete er dem Projekt.

Für die Mitglieder des Kreisschülerrates steckte allerdings noch deutlich mehr Arbeit in der Aktion. „Wir haben schon im November mit den Vorbereitungen angefangen“, sagt der 16-jährige Jonas Weinrich. Mit dem Ergebnis sei er sehr zufrieden, daher werde es wohl im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben.

Während der Vorbereitungsphase mussten die Organisatoren sich mit dem Schulamt auseinandersetzen, ein System zur Überweisung der Spenden entwickeln und die Schüler im Kreis mit entsprechenden Informationen versorgen.

Das Besondere an dem Projekt sei, so Kreisverbindungslehrer Thomas Sippel, dass nicht jede Schule für sich, sondern kreisweit zusammen gearbeitet hätten. „Und das ist einzig und allein das Verdienst der Schüler.“

Von Lasse Deppe

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