Schnellere Ortung von Störungen möglich

Schürzebergtunnel: Vorbild für Hessen

Eschwege/Oberrieden. Die im Schürzebergtunnel an der Bundesstraße 27 verbaute Sicherheitstechnik ist die modernste in ganz Deutschland. Nach über viermonatigem Probebetrieb mit dem Computerprogramm „Hessen einheitliches Leitsystem Straßentunnel (Helis)“ hat Hessen Mobil den 575 Meter langen Tunnel Ende November für den Normalbetrieb eingerichtet.

Der Probebetrieb lief seit der ersten Freigabe des Tunnels am 19. Juli. Helis ist ein neu entwickeltes Programm, das zur Steuerung aller technischen Einrichtungen im Tunnel genutzt wird. Gesteuert wird es von Mitarbeitern der Tunnelleitzentrale in Eschwege, die alle großen Straßentunnel in Hessen überwachen. Das Programm meldet Störungen in Sekundenschnelle an das Personal in der Leitzentrale. Der zuständige Operator bekommt demnach bei einer Störung mit nur einem Klick alle notwendigen Informationen.

Helis erlaubt zudem eine bessere Ortung und so ein schnelleres Reagieren. „Gerade in einem Tunnel, wo das Gefahrenpotenzial, beispielsweise bei einem Autobrand, besonders groß ist, bedeutet das einen immensen Zeitgewinn“, sagt Robert Jander, in der Tunnelleitzentrale zuständig für die Systemanalyse. Nach und nach sollen nun auch die restlichen von der Leitzentrale überwachten Tunnel in Hessen mit der aktuellsten Technik ausgestattet werden. (lad)

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