Nun werden keine klassischen Glühlampen mehr produziert - Vor allem ältere Kunden sind deshalb verunsichert

Zum September hat es sich ausgeglüht

Ausgeglüht: Ab dem 1. September werden keine klassischen Glühbirnen mehr produziert. Foto:  dpa

Eschwege. Es herrscht Verwirrung bei den Kunden am Glühbirnenregal. Nachdem die Europäische Union (EU) im September 2009 zunächst alle Glühlampen mit 100 und mehr Watt verboten und in den Jahren danach die Verordnung auch auf die 75- und 60- Watt Birnen ausgedehnt hat, naht ab dem 1. September nun das langsame Ende der restlichen Glühbirnenarten.

„Die Leute brauchen keine Panik haben, es bleibt fast alles beim Alten.“

Ilona Mock, Fachverkäuferin Toom-Markt Eschwege

Zwar sind alle Haushaltsglühlampen vom EU-Verbot betroffen, was aber nicht bedeutet, dass sie auch aus dem Handel sofort verschwinden müssen. Einzelhändler können ihre vorhandenen Vorräte weiter verkaufen. Aber nicht nur das, es gibt neben LEDs und Energiesparlampen noch einen weiteren guten Ersatz, so dass der Wegfall eigentlich gar nicht auffällt, erklärt Fachverkäuferin Ilona Mock vom Toom-Markt Eschwege:

„Die Leute brauchen keine Panik haben, es bleibt fast alles beim Alten.“ Denn alle gewohnten Formen können auch weiterhin gekauft werden. „Nur ist eben kein Glühfaden drin, sondern ein Halogenstift“, sagt Mock. Vorteil dieser Halogentechnik ist, dass zum einen bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden kann und das Licht dennoch angenehm warm ist. „Die jungen Leute haben weniger Probleme damit, doch die älteren Kunden sind teils sehr verunsichert“, sagt Mock. Sie nimmt sich deshalb besonders viel Zeit, erklärt den Ersatz und zeigt, dass er ganz normal eingesetzt wird. Und auch bei den Sonderglühbirnen für Backofen, Kühlschrank und Co brauche man keine Sorge haben: „Solche Spezialbirnen gibt es weiterhin ganz normal mit Glühfaden“, sagt Mock. Dennoch: Auch im Toom haben einige Leute Glühlampen gehamstert. „Wir haben die Birnen nur noch im Zehnerpack und die gingen gut weg“, sagt Mock. So etwa 200 Packungen habe sie in der letzten Zeit pro Woche verkauft. Das sei schon ungewöhnlich viel. Den Wirbel um die Energiesparlampen kann Mock gar nicht nachvollziehen, da würden die Leute durch die Medien verunsichert: „Die Neonröhren gibt es seit über 50 Jahren und da ist auch Quecksilber drin. Da hat bislang niemand einen Wirbel gemacht.“

Von Diana Rissmann

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