Unwetterrisiko: Beim Open Flair in Eschwege geht Sicherheit  grundsätzlich vor

Auf Unwetter vorbereitet: Das Unwetterrisiko findet im Sicherheitskonzept des Open Flair Berücksichtigung. Vor zwei Jahren setzte ein plötzlich einsetzender Wolkenbruch das Festivalgelände unter Wasser. Foto: Deppe

Eschwege. „Ja, wir haben ein Sicherheitskonzept, wir können solche Situationen händeln“, sagt Open-Flair-Geschäftsführer Alexander Feiertag. Wenn das Festival im August in der Kreisstadt stattfindet, können die 20 000 Besucher sicher sein, dass im Vorfeld alles für ihre Sicherheit getan ist. Die Macher sind auf Unwetterrisiken vorbereitet.

Am Wochenende wurde Rock am Ring abgebrochen, nachdem mehrere Menschen bei Unwettern mit Blitzeinschlag zum Teil schwer verletzt worden waren. Die Meteorologen hatten vor weiteren heftigen Niederschlägen, Sturmböen und Gewittern gewarnt, bevor die Behörden die Fortsetzung der Veranstaltung untersagten.

„Sicherheit geht grundsätzlich und immer vor“, sagt Feiertag. Aber: Nicht immer ließen sich Unwetter mit letzter Sicherheit und zeitgenau für das Festivalgelände kalkulieren. Feiertag: „Die Vorhersagezeit beträgt manchmal nur wenige Minuten.“ So vor zwei Jahren: Am Sonntagnachmittag schlug innerhalb weniger Minuten das Wetter um. Platzregen ging nieder, Windböen mit Geschwindigkeiten von fast 50 Stundenkilometern wurden gemessen. „Es war ausreichend, die Seitenbanner auf der Bühne abzuhängen, damit dem Wind Angriffsfläche genommen wird“, erinnert sich Feiertag.

Sturm schätzt der Festivalchef als größtes Risiko für die Besucher ein. Bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 80 Stundenkilometern würde das Festivalgelände evakuiert, weil dann beispielsweise Teile der Bühne wegzufliegen drohten.

Im Katastrophenfall ist die Publikumsinformation die allererste Aufgabe. Die Besucher werden kontinuierlich auf dem Laufenden gehalten. „Wir haben viele sichere Orte in unmittelbarer Nähe“, sagt Feiertag: die wenige Minuten entfernte Innenstadt, die Stadthalle und andere großräumige Gebäude. „Auch das Auto ist ein ganz sicherer Ort, vor allem bei Gewitter“, sagt Feiertag.

Als unsicher bei Gewitter und Sturm gilt dagegen der Zeltplatz. Umherfliegende Gegenstände und Blitzeinschlag sind potenzielle Gefahren. Als Rückzugsort wird das Campingareal deswegen nicht angeboten. Extreme Wetterlagen können auch beim nahezu ausverkauften Festival vom 10. bis 14. August in Eschwege zu Programmverschiebungen und sogar zu Ausfällen führen. Auch hier gilt: Sicherheit geht vor.

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