Skulptur an der Sternenkindergrabstätte in Eschwege eingeweiht

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Der Macher: Künstler Steffen Tsamaltoupis entwarf und gestaltete die Skulptur „Sternenscherbe“.

Eschwege. Die Sternenkindergrabstätte für vor der Geburt verstorbene Kinder auf dem Friedhof in Eschwege hat seit Freitag eine Skulptur namens „Sternenscherbe“ als zentralen und symbolischen Ort für die Trauer.

Die Idee

 „Wenn werdende Mütter und Väter in der frühen Schwangerschaft ihr Kind durch Fehlgeburt verlieren, brauchen sie einen Ort zum Trauern wie diesen Friedhof, aber auch ein Symbol, das den Schmerz zum Ausdruck bringt“, sagte Pfarrer Joachim Meister, der auch Vorsitzender des Friedhofsausschusses der Stadt Eschwege ist, bei der Einweihung am Freitag.

Die Skulptur 

Der Künstler Steffen Tsamaltoupis aus Niederhone hat einen Entwurf für die Skulptur vorgelegt. Dieser wurde aus drei eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Die Finanzierung des 15.000 Euro teuren Werkes aus Plexiglas erfolgte durch Spenden. Den Hauptanteil von über 10.000 Euro hat der Lions-Club Eschwege übernommen. Außerdem beteiligten sich die Katholische Kirchengemeinde Eschwege, die Hospizgruppe Eschwege, das Klinikum Werra-Meißner und private Spender.

Was Sternenkinder sind

Offiziell sind Kinder, die tot- oder fehlgeboren werden, Sternenkinder, wenn sie bei der Geburt weniger als 500 Gramm wiegen. Der Begriff wird von den betroffenen Eltern aber auch für Kinder verwendet, die vor, während oder nach der Geburt sterben und mehr als 500 Gramm wiegen.

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