Abfahrt am Freitag

THW: Mario Blaschke hilft in Slowenien

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Bereit zur Abfahrt: Truppführer Mario Blaschke (Mitte) mit Thomas Eisenträger, stellvertretender Kreisbrandinspektor (rechts) und Stefan Drescher, Ortbeauftragter vom THW Eschwege.

Eschwege. Mario Blaschke vom THW Eschwege hat sich am Freitag auf den Weg nach Slowenien gemacht, um dort mit seinen Kollegen und anderen Helfern von Hilfsorganisatoren die Stromversorgung vor Ort aufrecht zu erhalten.

Im Gegensatz zu den frühlingshaften Temperaturen im Werra-Meißner-Kreis herrscht in Slowenien derzeit Winter.

Nach heftigen Schneefällen und Eisregen in der vergangenen Woche ist bei tausenden von Menschen im Nordwesten Sloweniens der Strom ausgefallen. Zahlreiche Stromleitungen wurden durch das Unwetter zerstört.

„Diese Woche hat mich der Zugführer angerufen und mich gefragt, ob ich nach Slowenien fahren möchte“, erzählt Mario Blaschke. Er habe spontan zugesagt. Der selbstständige Kfz-Mechaniker hat das Vorhaben mit seinem Angestellten abgesprochen und ein paar Tage später kam die Zusage.

Ab Neu-Isenburg geht es in einer Kolonne mit weiteren Kollegen vom THW, Feuerwehrmännern und Helfern anderer Hilfsorganisatoren über München, Salzburg und Villach bis nach Logatec. Geplante Ankunftszeit: Heute um sieben Uhr morgens.

Slowenien ist nicht die erste Auslandserfahrung des 29-Jährigen. Blaschke war bereits im Sudan. „Dort war es sehr heiß“, sagt er. Die Bedingungen seien dort auch ganz anders gewesen. „In Slowenien kann es so schlimm nicht sein. Wir werden dort das öffentliche Stromnetz am Leben erhalten“, sagt Blaschke. Was die Fahrt nach Slowenien angehe, sei er frohen Mutes. „Der Erfahrung halber“ fahre er dort herunter.

Seit einigen Jahren ist Blaschke bei einer Auslandsexpertendatenbank registriert. Dort sind unter anderem die aktuellen Impfdaten und Erste-Hilfe-Kurse, die er belegt hat, registriert.

Seit einer Woche sind in Logatec viele Helfer bereits im Dauereinsatz. Blaschke wird mit seinen Kollegen voraussichtlich bis Sonntag, 16. Februar vor Ort bleiben und hauptsächlich bei den Reparaturen mithelfen.

Von Franziska Kiele

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