Banken und Sparkassen erwarteten junge Sparer mit Präsenten

Wer spart in der Zeit...

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Zahlreiche Sparschweine warteten am Weltspartag noch auf künftige Sparer. Zum Zweck der Sparerziehung der folgenden Generation werden diese Tiere neben anderen Spardosen traditionell an die jungen Sparer verschenkt.

Eschwege. Zum Weltspartag erwarteten die Eschweger Geldinstitute kleine und große Sparer gestern mit zahlreichen Präsenten und Aktionen.

Es war der erste Weltspartag, den Matthias Müller organisieren durfte. Müller ist seit März diesen Jahres Geschäftsstellenleiter der Sparkasse in der Eschweger Innenstadt. „Im Gegensatz zu früher veranstalten wir den Weltspartag nicht nur für die jüngeren Sparer, sondern es ergeben sich aus diesem Anlass auch oft Gesprächstermine mit den Älteren“, sagt Müller. Dementsprechend hatten die Mitarbeiter der Sparkasse neben Blöcken, Kugelschreibern und natürlich Sparschweinen auch Kaffee und Kuchen im Repertoire. Die Filialen der Sparkasse hatten bei der Gestaltung des Tages weitgehend freie Hand, so habe es heute in Herleshausen sogar Glühwein gegeben, erzählt Müller.

Auch die Eschweger Volks- und Raiffeisenbank war mit bunten Präsenten für den Ansturm der jungen Sparfüchse gewappnet. „Für uns ist beim Sparen vor allem die Nachhaltigkeit wichtig“, sagt Sina Großmann. Die VR-Bank biete dazu flexible Sparpläne, um das Ersparte möglichst gewinnbringend anzulegen.

In beiden Banken war der Ansturm der kleinen Sparer zunächst überschaubar, allerdings war dies offensichtlich auf die Schulzeit zurückzuführen, da sich die Geldhäuser um die Mittagszeit zunehmend mit strahlenden Kindern füllten, die stolz ihr Erspartes zum Zählen trugen, um sich anschließend das verdiente Geschenk auszusuchen. Die Kinder hatten über das Jahr durchschnittlich etwa 30 bis 40 Euro in ihren Dosen und Schweinen angespart.

Dabei hat der Weltspartag Tradition! Bereits seit 1924 findet der Tag weltweit immer am letzten Oktobertag statt. Eingeführt wurde der Weltspartag auf dem ersten internationalen Sparkassenkongress in Mailand. Er sollte den Menschen den Gedanken des Sparens im Bewusstsein halten und gleichzeitig dessen Nutzen für die Volkswirtschaft verdeutlichen. Ausgerechnet ein Italiener, Prof. Filippo Ravizza erklärte den letzten Tag des Kongresses damals zum „International Saving Day“, welcher am 31. Oktober 1925 erstmals begangen wurde. In Deutschland, wo der Tag neben 28 anderen Ländern eingeführt wurde, hat man den Tag allerdings inzwischen auf den vorletzten Tag im Oktober verschoben. Der Grund hierfür ist religiöser Natur. Weil der 31. Oktober als Reformationstag in einigen Bundesländern gesetzlicher Feiertag ist und Banken und Sparkassen dann dementsprechend geschlossen haben, wird der Weltspartag hierzulande regelmäßig vorgezogen.

Von Wolfram Skupio

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