Kinder-Flair

Spielend Pause machen

Zwischendurch entspannen, auf dem Spielfeld gibt es Schatten. Jannik Schwedler löst ein Geduldsspiel.

Der achtjährige Jerrit ist absolut konzentriert. Bei Cola-Kasten Nummer 16 benötigt er schon Fingerspitzengefühl, um nicht mit dem ganzen Turm ins Schwanken zu geraten. Immerhin hat er sich schon zehn Meter in die Höhe vorgearbeitet und hängt nur an dem Klettergurt, den Markus Wieditz am Seil absichert.

Zum zweiten Mal ist der Kletterwald am Leuchtberg mit der Kisten-Kletteraktion auf dem Festival mit dabei. Diesmal auf dem neuen OF- Spielfeld. Auf dem Rasen des Fußballplatzes, wo es sonst hauptsächlich Aktionen für die Jüngsten gab, können nun alle Altersstufen nach Herzenslust spielen. Oder einfach nur im Schatten liegen und zwischen den Acts ein Nickerchen halten.

Jerrit hat mittlerweile seinen 17. Kasten platziert, und versucht sich nun an Kasten 18, doch der Turm gerät ins Schwanken und fällt schließlich. Jerrit hängt am Klettergurt und wird langsam zu Boden gelassen. Seine Zuschauer applaudieren. „18 Kästen ist für heute ein Rekord“, sagt Charlotte Brand vom Kletterwald. „Wir haben 21 mitgebracht, aber so viele hat noch nie jemand geschafft.“ Wärenddessen brüten im bunten Zelt des Spiel-o-Top-Teams aus Stuttgart Tim und Luca aus Wanfried konzentriert über dem Schachbrett. Während ihre Mütter und ihre Schwestern eine Pause auf der Wiese machen, widmen sich die beiden Neunjährigen dem Spiel. „Das Open Flair ist mein liebstes Festival überhaupt“, sagt Angelika Schröder vom Spiele-Team. „Denn es ist sehr familienfreundlich, es kommen viele Familien mit Kindern hierher.“

Rund 40 bis 50 Spiele stellen sie zur Verfügung, neben den Brettspielen auch Sport-Spiele wie Federball, Frisbee oder die Riesenmurmelbahn. Neben dem Spieleangebot auf Spielfeld hat das Spiel-o-Top auch auf dem Marktplatz eine Spielestation aufgebaut, mit der die Eschweger, die sich keine Festivalkarten gekauft haben, kostenlos spielen können, um so an der Atmosphäre teilzuhaben. Am heutigen Samstag bringt das Play- and-Fun-Team auf dem Spielfeld außerdem den Zorb mit, einen drei Meter hohen Ball, der durch Geschicklichkeit und Muskelkraft von innen heraus bewegt werden kann.

Von Kristin Weber

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