Erstes Familien-Sport-Fest der Eschweger Vereine gestern fand großen Anklang

Sport stärkt den Charakter

Den Umgang mit dem Lichtpunktgewehr zeigte Schütze Michael Schmidt. Foto:  Skupio

Eschwege. Um Niederlagen zu akzeptieren, Erfolge wertzuschätzen, die Beachtung von Regeln zu erlernen, Respekt gegenüber seinen Mitmenschen zu entwickeln und um den Teamgeist zu pflegen, sei der Vereinssport für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein wichtiger Faktor. Nicht nur für ihre körperliche, sondern auch für ihre geistige und soziale Entwicklung, betonte Rigobert Gassmann auf dem Familien-Sport-Fest, das am Sonntag zum ersten Mal in der Turnhalle der Beruflichen Schulen stattgefunden hat.

Mit Sportarten von Leichtathletik und Fußball über Volleyball, Tischtennis, die Kampfsportarten Karate und Ju Jutsu bis hin zu ausgefalleneren Aktivitäten wie dem Radball, dem Kunstrad und dem Schießsport gab die Veranstaltung „Eine Sportart für jedes Kind“ einen guten und vor allem vielseitigen Einblick in die Welt des Vereinssports in Eschwege und machte somit ihrem Namen alle Ehre.

„Die Idee für so einen Schnuppertag der Eschweger Sportvereine kam von Oliver Abraham, Lehrer an der Brüder-Grimm-Schule, der vergleichbare Veranstaltungen bereits aus seiner Heimat Baden-Württemberg kannte“, erklärte Rigobert Gassmann von der Jugendförderung, die gemeinsam mit der AOK Werra-Meißner den Aktionstag ins Leben gerufen hatte.

„Wir sind außerordentlich zufrieden mit der Resonanz und werden nach Auswertung des heutigen Tages entscheiden, in welchem Rhythmus wir die Veranstaltung fortlaufen lassen können“, bestätigte Stadtkämmerer Reiner Brill. Mit gut 200 Kindern sowie 150 interessierten Eltern herrschte reges Treiben in der Halle - von Fußball über Einrad bis hin zum Lichtpunktgewehr wurde fleißig ausprobiert.

„Wir arbeiten hier mit einem schwächeren Laser als bei Laserpointern, da der Umgang mit Luftgewehren erst ab einem Alter von zwölf Jahren erlaubt ist“, erklärte Sportschütze Jörg Rüppel. Als Individualsportart sei man beim Schießen nicht von der regelmäßigen Teilnahme seiner Mitspieler abhängig. „Schießen fördert Kontrolle und Selbstdisziplin, man lernt seine Grenzen kennen, stärkt nachgewiesenermaßen Feinmotorik und Konzentration“, lobte Rüppel die Vorzüge.

Von Gudrun Skupio

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