Sportkreisvorsitzender Finkhäuser schlägt Amtszeitbegrenzung vor

Sportvereinsvorstände sollen verjüngt werden

Eschwege. Der Vorsitzende des Sportkreis Werra-Meißner Siegfried Finkhäuser fordert eine Verjüngung der Vorstände in den Sportvereinen im Kreis. Im Interview mit der Werra-Rundschau schlägt der 62-Jährige vor, dass Vorstandsmitglieder nicht älter als 70 Jahre alt sein sollten.

Gleichzeitig tritt er für eine Beschränkung der Vorstandsarbeit auf zehn bis zwölf Jahre ein. Beim Sportbundtag 2015 wird Finkhäuser für diese Modifizierung werben.

„Meine Erfahrung hat gezeigt, dass nach zehn Jahren im gleichen Amt Routine und Stillstand einkehrt“, begründet Finkhäuser seine Idee. Manchmal sei frischer Wind von jungen Mitgliedern nötig, um die Vereine nach vorne zu bringen. Der Sportkreis will die Vereine bei der Suche nach jungen Verantwortungsträgern unterstützen. „Wir helfen bei der Suche und Ausbildung und stehen auch nach der Wahl zur Seite“, sagt Finkhäuser.

Nicht nur bei der organisatorischen Arbeit setzt der Sportkreis auf den Nachwuchs. Auch in der Talentförderung will Finkhäuser aktiver werden. Zusammen mit den Schulen soll die Talentförderung intensiviert werden. „Kinder bis zwölf Jahre sollen sich den Sport nach ihren Begabungen aussuchen und nicht danach, in welchem Verein der Vater aktiv ist“, erklärt Finkhäuser das Konzept.

Der Sportkreis Werra-Meißner vertritt rund 40 000 Mitglieder in 240 Vereinen, die 32 Verbänden angehören. Der Altersdurchschnitt der Vereinsangehörigen steigt immer weiter. Neben der Verjüngung der Vorstände strebt der Sportkreis eine Ausweitung der Seniorenarbeit an. Der Dachverband ermittelt gerade unter den älteren Vereinsmitgliedern, wieviele aktiv waren und wer nur förderndes Mitglied ist, um den Vereinen zugeschnittene Maßnahmen anzubieten. Finkhäuser rät allen Vereinen, eine Seniorensparte oder Gesundheitssport in ihr Programm mitaufzunehmen.

Von Tobias Stück

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