Stadt Eschwege spürt 196 nicht angemeldete Hunde auf

Eschwege/Witzenhausen. Nach der angekündigten Bestandsaufnahme der Hunde in der Kreisstadt Eschwege wurden fast 200 Tiere entdeckt. Das bestätigt der Erste Stadtrat Reiner Brill jetzt auf Anfrage unserer Zeitung. Für die Stadtkasse bedeutet das Mehreinnahmen von rund 13 000 Euro.

In Witzenhausen fand die letzte Bestandsaufnahme im Jahr 2006 statt, in naher Zukunft ist keine Aktion geplant. Vermutet wird hier aber eine Dunkelziffer von bis zu 35 Prozent. Das sind rund 400 nicht angemeldete Hunde.

In Eschwege entsprechen die 196 entdeckten Hunde einer Quote von 15,3 Prozent. 1280 Hunde sind in der Kreisstadt bislang ordnungsgemäß angemeldet. Ob alle neu entdeckten Hundebesitzer auch zur Steuerzahlung herangezogen werden ist nach Angaben von Reiner Brill noch offen. „Es sind noch Fälle zu klären“, sagt der Kämmerer. „Oft haben die Prüfer gehört, die Hunde seien lediglich zu Besuch.“

Die Stadt Eschwege hat im vergangenen Jahr einen externen Dienst beauftragt, explizit nach nicht gemeldeten Hunden zu suchen. Sie sind dabei von Haus zu Haus gegangen. Ihr Ergebnis: 171 neue Ersthunde, 19 Zweithunde und ein neuer Dritthund. Die Kosten, die der Adler Kommunalservice in Rechnung stellte, belaufen sich nach Angaben der Stadt Eschwege auf 7800 Euro. „Unsere Aktion hat sich schon im ersten Jahr gerechnet“, sagt Brill.

Ähnlich ist die Stadt Wanfried zum Ende des vergangenen Jahres vorgegangen. Die Bauhof-Mitarbeiter, die in den Haushalten den Strom abgelesen haben, haben auch auf unangemeldete Hunde geachtet. Dabei haben sie zwölf Tiere registriert. Das teilte Bürgermeister Wilhelm Gebhard am Rande der Stadtverordnetenversammlung am Freitag mit. In Witzenhausen hat sich ein Trend abgezeichnet. „Wenn wir die Hundesteuer erhöhen gibt es mehr Anzeigen von den Nachbarn der Hundebesitzer“, heißt es von Seiten der Stadt.

Von Tobias Stück

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