Dunkelziffer verspricht zusätzliche Einnahmen für Eschwege

Stadt Eschwege lässt nach unregistrierten Hunden suchen

+
Symbolbild

Eschwege. Die Stadt Eschwege startet heute eine Erhebung, um nicht angemeldete Hunde aufzuspüren. Ab heute werden Mitarbeiter eines Kommunalservices durch die Kreisstadt und die Stadtteile gehen, um abzufragen, wie viele Hunde in den einzelnen Haushalten leben.

Statistische Zahlen des Städte- und Gemeindebundes sowie des Städtetages würden belegen, dass Hundebesitzer dazu neigen, die Tiere nicht anzumelden.

Die Mitarbeiter der Adler-Kommunalservice Deutschland GmbH sind mit einer Legitimation der Verwaltung ausgestattet und haben aus Gründen des Datenschutzes keine Informationen über bereits gemeldete Hunde, heißt es von Seiten der Stadt. Die Auskunftserteilung der Hundehalter erfolge auf freiwilliger Basis. „Oftmals ist es kein böser Wille, wenn die Besitzer vergessen haben, einen Hund anzumelden“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe auf Anfrage unserer Zeitung. „Im Sinne der Steuergerechtigkeit müssen wir das jetzt klären.“

Wer seinen Hund nicht angemeldet hat, kann das nachholen. Hundehalter in der Kreisstadt Eschwege müssen zurzeit 64,80 Euro im Jahr für einen Ersthund zahlen. Für den Zweithund werden 93,60 Euro fällig und für jeden weiteren Hund je 115,20 Euro. Halter von gefährlichen Hunden (Kampfhunde) unterliegen einer Hundesteuer von 600 Euro.

Ab der Überprüfung wird den Hundebesitzern ein Zeitlimit eingeräumt, die nicht registrierten Tiere anzumelden. „Falls nicht gemeldete Hunde festgestellt werden, haben betroffene Hundehalter mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung zu rechnen“, sagt Heppe. Unter Umständen kommen auch Bußgelder infrage. Bereits zweimal wurde dieses Verfahren in den vergangenen zwei Jahrzehnten angewandt. Die Erfolge hätten nach Angaben von Heppe bislang immer die Kosten des beauftragten Unternehmens gedeckt und darüber hinaus zusätzliche Einnahmen für die Stadtkasse gebracht.

Von Tobias Stück

Kommentare