Eschweger werden in Diskussion über Haushalt eingebunden

Stadt will Bürger nach Sparvorschlägen fragen

Eschwege. Die Eschweger sollen selbst sagen, wo sie in Zukunft sparen wollen. Die Kreisstadt will ihre Bevölkerung mit einer repräsentativen Umfrage an der Diskussion über die Inhalte des Haushalts einbeziehen. Stadtkämmerer Reiner Brill stellte gestern in Eschwege das Konzept dazu vor.

„Wir wollen von den Bürgern wissen, wo sie Einsparpotenzial sehen, wo sie glauben, dass Einnahmen verbessert werden können und wo sie gerne die Investitions-Schwerpunkte hätten“, erklärt Brill. Die Details der Befragung werden gerade erörtert. Als wissenschaftliche Begleitung des Projektes will Brill eine Hochschule gewinnen, um den repräsentativen Wert zu gewährleisten.

Die ausgewählten Eschweger Haushalte sollen auf freiwilliger Basis an der schriftlichen Befragung teilnehmen. Der Bogen wird etwa 25 bis 30 Fragen umfassen und möglicherweise einen ergänzenden Teil bekommen, der sich speziell mit den freiwilligen Aufgaben und Leistungen der Kreisstadt beschäftigt.

„Wir wollen die Ergebnisse den Stadtverordneten für deren Meinungsbildung zur Verfügung stellen“, kündigt Brill an. Ziel sei es, die Meinung der Bevölkerung als Grundlage der politischen Entscheidung zu nutzen. Der Haushalt für das kommende Jahr wird voraussichtlich im November eingebracht. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung müssten im September, spätestens im Oktober, vorliegen, um in die Etatplanung einfließen zu können. Bereits im April werden sich die Stadtverordneten während eines Workshops mit dem Produkthaushalt beschäftigen.

Wichtigen Anteil an der Haushaltskonsolidierung wird in Eschwege dem bürgerschaftlichen Engagement beigemessen. Um das zu fördern und zu vergrößern, wird über neue Wege der Auszeichnung und Anerkennung nachgedacht.

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