Stadthalle: Melanie Benning klagt gegen Arbeitskreis Open Flair auf Zahlung von 549,80 Euro

Die Eschweger Stadthalle: Das Restaurant hat die Restaurantfachfrau Melanie Benning gepachtet. Um den Saal kümmern sich die Veranstaltungsexperten des Open Flair. Foto: privat/Archiv

Eschwege. Die Pächterin der Stadthalle Melanie Benning fordert vom Arbeitskreis Open Flair, dem Betreiber der Veranstaltungshalle, 549,80 Euro. Das Geld will die Restaurant-Betreiberin jetzt über den Klageweg eintreiben.

Die Summe setzt sich aus Reparaturen und Instandhaltungskosten sowie nicht gezahlten Übernachtungskosten zusammen, zu denen sich der Arbeitskreis Open Flair per Betreibervertrag verpflichtet hatte. Die Geldforderung ist der vorläufige Höhepunkt der Unstimmigkeiten zwischen der Pächterfamilie und den Vermarktern der Halle.

Neben den nicht bezahlten Kosten kritisiert Benning auch andere Vertragsverstöße. So sei die vom Open Flair zu organisierende Reinigung nicht ausreichend. Halle, Foyer, Saaltoiletten und Fenster seien nicht sauber. Auch das äußere Erscheinungsbild der Stadthalle würde verwahrlosen, schreibt die Rechtsanwaltskanzlei Dreber&Faber im Auftrag ihrer Mandantin in einem Brief, der der Werra-Rundschau vorliegt. Außerdem moniert Benning die Unzuverlässigkeit des Arbeitskreises Open Flair. Es sei vorgekommen, dass zu Vorgesprächen mit potenziellen Kunden niemand gekommen wäre. Besonders beklagt Benning, dass die Anzahl der Veranstaltungen in der Stadthalle eingebrochen sei. „Es wurde keine Marketingstrategie verfolgt“, schreibt die Anwältin. Der Arbeitskreis Open Flair sei laut Vertrag verpflichtet, für eine ständige Auslastung zu sorgen. Eine Internetpräsenz und die Reaktivierung lokaler Veranstalter seien unter anderen „mitnichten erfüllt worden“.

„Juristisch betrachtet liegt ein vielfältiger Vertragsbruch vor, der unsere Mandantin dazu rechtfertigt, den Vertrag zu beenden“, sagt Rechtsanwältin Ann-Kathrin Dreber. In dem Schreiben an den Arbeitskreis Open Flair fordert Benning Vorschläge zur Anpassung der vertraglichen Grundlagen.

Von einer offenen Geldforderung gegenüber Frau Benning ist dem Arbeitskreis Open Flair nichts bekannt. Gesprächsbereit sei man grundsätzlich, sagt Geschäftsführer Alexander Feiertag. Die Situation müsse zwischen der Pächterin, den Betreibern und der Stadt im persönlichen Gespräch geklärt werden -- allerdings nicht über Anwälte. (ts)

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