Wasser abkochen: Coliforme Keime im Eschweger Trinkwasser

Eschwege. Die Stadtwerke Eschwege haben am Mittwochabend mitgeteilt, dass das Leitungswasser in der Stadt Eschwege und dem Ortsteil Oberdünzebach ab sofort abgekocht werden sollte. Das Gesundheitsamt hatte an einem Probenabnahmepunkt eine "Verunreinigung des Trinkwassers mit coliformen Keimen und Escherichia coli" festgestellt.

Aktualisiert um 21.40 Uhr

Das Wasser entspreche nicht mehr der Trinkwasserverordnung, heißt es von Seiten der Stadtwerke Eschwege. Die Verunreinigung ist auf die Versorgungsbereiche der Kernstadt Eschwege und auf den Ortsteil Oberdünzebach begrenzt. Es wird empfohlen, das Wasser ab sofort abzukochen.

Die Verunreinigung wurde nach Angaben der Stadtwerke durch ein unabhängiges Labor am Mittwoch festgestellt. Bei der Messstelle „Tiefzone 1" wurde ein Wert von größer 200 E. coli in 100 ml Wasser festgestellt Der Grenzwert beträgt null E. coli. Da auch bei Rohwasseruntersuchungen in den Brunnen „Aue 1" und „Aue 4" E. coli Bakterien festgestellt worden, lasse sich die Verunreinigung auf Eschwege und Oberdünzebach eingrenzen.

Die Stadtwerke erklären: "Wegen der starken Niederschläge in den letzten Wochen kann Oberflächenwasser in das Einzugsgebiet der Brunnen gelangt sein und damit die Verunreinigung des Trinkwassers erfolgt sein."

Die betroffenen Eschweger können sich unter der kostenfreien Kundenservicerufnummer 0800-0807000 informieren. Auf www.stadtwerke-eschwege.de stehen aktuelle Information zur Verfügung. Die Aufhebung der Empfehlung  soll der Bevölkerung unverzüglich mitgeteilt werden. Wir berichten, wenn es neue Informationen gibt. (lad/dir/ts)

 

Hintergrund

 

Jährlich werden in Eschwege, einschließlich der sieben Stadtteile, rund 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht. Das entspricht einem Tagesverbrauch von rund 3.500 Kubikmeter. Die Stadtwerke Eschwege leisten die Betriebsführung für den Wasserversorgungsbetrieb Eschwege. Für die Versorgung der Kernstadt und der sieben Stadtteile stehen acht Bohrbrunnen der Stadtwerke zur Verfügung. Für vier Stadtteile, sowie Teile von der Kernstadt, wird das Wasser vom Zweckverbandswasserwerk Meißner geliefert. Ein Stadtteil bezieht das Wasser vom Verbandswasserwerk Werratal.

Acht Hochbehälter ringsum Eschwege mit einem Speichervolumen von 4.090 Kubikmeter sorgen für das Wasserreservoir der Kreisstadt.
Quelle: Stadtwerke Eschwege

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