Die Open-Flair-Bühnen sind nicht nur gigantisch groß, sondern werden auch immer vielseitiger

Die Stahlkolosse wachsen und wachsen

Seit Sonntag werden auf dem Werdchen und am Werratalsee die Bühnen errichtet. Dazu müssen - wie auf unserem Bild - mehrere gigantische Zuschauerpodeste aufgebaut werden. Foto:  Dieter Salzmann

Eschwege. Bevor der erste Ton auf dem Open Flair ertönen kann, ist für die vielen Helfer des Festivals bereits jede Menge schweißtreibender Arbeit getan. Schon seit vier Tagen wachsen dabei auf dem Werdchen und am Werratalsee wahre Stahlungetüme in den Eschweger Himmel.

Drei Bühnen, mehrere Podeste und Kontrolltürme müssen innerhalb einer Wochen aufgebaut werden. Das Prunkstück unter ihnen, die kolossale Hauptbühne, reckt ihre tonnenschweren Stahlsäulen über 16 Meter in die Höhe.

Umbau im Stundentakt

Doch nicht nur durch ihre schiere Größe beeindruckt die Bühne, auf der während des Festivals Stars wie die Sportfreunde Stiller, Bad Religion oder Deichkind ihre umjubelten Auftritte haben werden. Festival-Macher Alexander Feiertag lobt vor allem die Vielseitigkeit des Ungetüms. „Während die eine Band noch spielt, wird hinter dem Vorhang bereits der nächste Gig vorbereitet.“ So müssen mehrmals täglich Videowände installiert werden oder die gesamte Ton- und Lichttechnik für die einzelnen Bands neu justiert und eingestellt werden. „Die Arbeit für den nächsten Tag wird oftmals noch nach dem Auftritt der letzten Band erledigt, bis tief in die Nachtstunden hinein“, sagt Alexander Feiertag.

Auch die anderen Bühnen des Festivals müssen mittlerweile höchsten Ansprüchen in punkto Technik und Vielseitigkeit genügen. „Die Seebühne haben wir direkt vom Festival in Wacken angeliefert bekommen“, so Feiertag. Hier sind die Arbeiten bereits abgeschlossen, dem heutigen Festivalauftakt steht also in dieser Hinsicht nichts mehr im Wege. „Die Seebühne ist fertig“, sagt auch Feiertag, der in diesem Jahr ein noch etwas größeres Exemplar als in den Vorjahren geordert hat.

Neue Freibühne

Ganz neu auch die Freibühne im Baumkreis des Werdchens. Die alte Bühne, die dort jahrzehntelang Künstlern aus aller Herren Länder Platz bot, musste ausgetauscht werden. „Irgendwann macht sich die Zeit bemerkbar, bilden sich Haarrisse, das ist dann nicht mehr zu verantworten“, begründet Feiertag die Entscheidung, das alte Modell gegen eine modernere und auch etwas größere Bühne einzutauschen. (mz)

Kommentare