Stadt plant Preiserhöhung für Wochenmarkt und Johannisfest-Freitag

Standgebühr soll steigen

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Samstags und mittwochs ist in Eschwege Wochenmarkt. Vom kommenden Jahr an sollen die Betreiber eine höhere Standmiete an die Stadt bezahlen.

Eschwege. Die Stadt Eschwege plant eine Erhöhung der Gebühren für Stände auf dem Wochenmarkt und am Johannisfest-Freitag.  Nach Informationen der Werra-Rundschau will das Parlament die Anhebung in seiner Sitzung im Dezember beschließen.

Die neue Satzung soll am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Unter der Voraussetzung, dass die Stadtverordnetenversammlung dem Gebührenentwurf der Verwaltung zustimmt, werden die Standpreise auf dem Wochenmarkt um zwanzig Prozent angehoben. Die Gebühren für die Verkaufsstände am Johannesfestfreitag werden zum Teil fast verdoppelt.

In tatsächlichen Zahlen ausgedrückt hört sich die Preisanpassung deutlich weniger dramatisch an: Die Gebühren für die Verkaufsstände auf dem Wochenmarkt am Samstag und am Mittwoch werden nach Frontlänge berechnen und liegen aktuell bei zwei Euro pro Meter und Markttag. Vom kommenden Jahr an sollen die Betreiber 2,40 Euro bezahlen. Mit der bisherigen Gebühr nimmt die Kreisstadt jährlich gut 25 000 Euro ein. Von 2013 an sollen das 30 000 Euro werden.

Für die Stände am Johannisfest-Freitag zahlen die Betreiber feste Preise, die sich nach dem Sortiment richten. An dieser Berechnungsgrundlage soll sich auch nichts ändern. Mit 350 Euro wird für kombinierte Imbiss-Getränke-Stände die höchste Gebühr fällig. Bisher mussten die Anbieter dafür 180 Euro bezahlen. Wer ausschließlich Speisen anbietet, soll vom kommenden Jahr an 100 Euro bezahlen - 36 Euro mehr als 2012. Für Getränkestände, an denen Alkohol angeboten wird, wurden bisher knapp 130 Euro fällig. Vom Johannisfest 2013 an will die Stadt dafür 250 Euro in Rechnung stellen. Standbetreiber, die alkoholfreie Getränke, Süßigkeiten und ähnliche Produkte im Angebot haben, sollen zukünftig mit 50 Euro zur Kasse gebeten werden, nachdem sie bisher 30 Euro pro Stand bezahlen mussten. Die Einnahmen in Höhe von rund 5000 Euro in diesem Jahr würden sich nach den Berechnungen der Verwaltung nahezu verdoppeln.

Zuletzt waren die Standgebühren Anfang der neunziger Jahre - also vor mehr als zwanzig Jahren - angehoben worden. In den Gremien der Kreisstadt Eschwege werden die jetzt vorgeschlagenen Erhöhungen vor dem Hintergrund der angestrebten Haushaltskonsolidierung diskutiert.

Die Stadtverordnetenversammlung muss über die Vorschläge beschließen. Die nächste Sitzung des Parlamentes ist auf den 20. Dezember terminiert. Die Abgeordneten werden um 17.30 Uhr im Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei zusammenkommen.

Von Harald Sagawe

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