Bewerbung um Landesmittel für Entwicklungskonzept im Kreis

Start mit 25 Projekten im kommenden Jahr

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Eschwege. Mehr als 100 Ideen für ganz unterschiedliche Projekte und einen Finanzbedarf von mindestens zwei Millionen Euro rechnet Sabine Wilke, Geschäftsführerin des Vereins für Regionalentwicklung, für die Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes im Werra-Meißner-Kreis für die Jahre bis 2020 vor.

Das Strategiepapier wurde jetzt vorgestellt, soll in den nächsten Wochen verfeinert und Ende Juli beschlossen werden. Abgabetermin ist der 1. September. Landesweit bewerben sich insgesamt 24 kommunale Zusammenschlüsse um Mittel aus dem Landesprogramm. „Als LEADER-Region rechnen wir uns große Chancen aus“, rechnet Wilke mit der Fortführung der Förderung. Erste Gelder sollen Anfang kommenden Jahres fließen. Die Regionalität der Vorhaben und die Wertschöpfung vor Ort werden an erster Stelle angestrebt.

Beispiel: Im Meißner Ortsteil Germerode möchten die Initiatoren ein Projekt verwirklichen, das altersgerechtes Wohnen anbietet. Die frühere Schule ist dafür als Lokalität ausgesucht. „In nahezu jedem kleinen Ort im Kreis sind vier bis acht solcher Wohnplätze gefragt, wirtschaftlich darstellbar sind aber erst Einrichtungen mit zwölf bis zwanzig Einheiten“, erklärt Wilke. Und genau hier greift das regionale Entwicklungskonzept. Das Finanzierungsdefizit wird mit öffentlichen Mitteln reduziert. Ganz anderer Art ist ein Projekt des Capitol-Kinos in Witzenhausen, an dem Eschweges Stadtmanager Wolf-Dietrich von Verschuer mitwirkt.

An besonderen Orten im Werra-Meißner-Kreis sollen außergewöhnliche Filme gezeigt werden - beispielsweise am Werratal oder in einem Steinbruch. Mit zunächst 25 Projekten wird - Finanzierung vorausgesetzt - das regionale Entwicklungskonzept Werra-Meißner im kommenden Jahr an den Start gehen.

Von Harald Sagawe

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