Hundehalter sollen Impfschutz prüfen und Tiere anleinen

Staupe-Virus infiziert mehrere Waschbären im Werra-Meißner-Kreis

Werra-Meißner. Bei mehreren erlegten Waschbären im Werra-Meißner-Kreis ist das Staupe-Virus festgestellt worden. Das teilt der Vorsitzende des Jagdvereins Hubertus Witzenhausen, Herbert Rafalski, mit.  

„Aktuell berichteten die Jägerin Victoria Piotrowski und Jagdpächter Bernd Lehmann von Waschbären in ihren Revieren, die nach dem Erlegen untersucht und positiv getestet wurden“, sagt Rafalski.

Amtstierarzt Dr. Eckhard Schinkel, Leiter des Fachbereichs Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen bei der Kreisverwaltung, bestätigt das vermehrte Auftreten der Staupe in der Region zwischen Hessisch Lichtenau und Witzenhausen seit diesem Frühjahr: „Besondere Vorsicht ist für den Menschen bei Bissverletzungen geboten, da die Symptome der Staupe oft ähnlich denen der Tollwut sind.“ In diesen Fällen rät er, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Für Hunde sei das Auftreten der oft tödlich verlaufenden Staupe eine akute Gefahr. „Erkrankte Wildtiere verlieren häufig ihre natürliche Scheu. Dadurch sind freilaufende Hunde besonders gefährdet, Kontakt mit infizierten Tieren zu bekommen.“ Rafalski rät Hundebesitzern, die tückische Viruserkrankung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie verlaufe nach Infektion des Hundes häufig tödlich oder hinterlasse schwere gesundheitliche Folgeschäden. Erste Anzeichen der Staupe-Erkrankung seien hohes Fieber, Fressunlust und Mattigkeit. „Um Ansteckungen durch Wildtiere zu vermeiden, sollten Hunde bei Spaziergängen grundsätzlich an der Leine geführt werden.“

Der Pressesprecher des Jagdvereins, Christian Seibel, empfiehlt Hundehaltern, den Impfschutz ihres Tieres zu überprüfen: „Die Behandlung der Staupe ist kaum möglich. Daher sollte der Hundebesitzer immer die Grund- und Auffrischungsimpfungen im Auge behalten. Diese sollten für jeden verantwortungsbewussten Hundehalter Standard sein.“ (alh)

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