In diesem Jahr gibt es erstmals Duschen auf dem Gelände

Stinken war gestern - heute ist duschen

Die Zeichen für das neue Sauberkeitsparadies auf dem Campingplatz sind nicht zu übersehen.

Stinken war gestern. Jetzt wird geduscht und zwar warm. Für die 120 Duschen, die zu diesem Open Flair erstmals auf dem Campingplatz zur Verfügung stehen, waren am Donnerstag schon bis 11 Uhr morgens allein ungefähr 1500 Duschmarken verkauft.

Und das Bedürfnis nach Warmwasser, von dem es für zwei Euro so viel gibt wie jeder will und braucht, hielt den ganzen Tag über uns.

Besser als ein Bad im See und Trockenshampoo.

„Das ist echt de luxe“, sagt Max Wende. „Auf anderen Festivals sind die Schlangen vor den wenigen Duschen kilometerlang. Hier ist es total stressfrei und völlig ohne Anstehen.“ Vergangenes Jahr noch fuhr die Truppe für die tägliche Körperpflege ins Eschweger Schwimmbad. „Dafür sind wir aber noch zu betrunken“, gibt Max Wende zu.Aber die Stimmung ist beim Anziehen in dem warm dampfenden Raum ausgelassen. Es gibt schon ein frühnachmittägliches Bier und während man sich die Socken wieder überstreift darf auch geraucht werden.

In der Damendusche ist am frühen Nachmittag deutlich weniger Betrieb. Die Ladies haben es mit der Hygiene am Morgen offenbar deutlich eiliger. Aber auch Helena Heider freut sich über den Luxus der warmen Dusche. „Ich wäre sonst im See baden gegangen“, sagt die 19-Jährige. Vorsichtshalber hatte sie sich sogar Trockenshampoo mitgebracht, ist aber froh, dass sie es nicht benutzen muss.

Bis zum vergangenen Jahr gab es für die Camper des Festivals nur Duschwagen mit 50 Duschen, die allerdings auf dem Festivalgelände auf dem Werdchen standen. Das hieß, Handtuch, Seife und Zahnbürste mitschleppen oder den weiten Weg zum Schwimmbad auf sich nehmen.

Neben den Duschen gibt es jetzt für 50 Cent nun zusätzliche Toiletten, „die auch täglich mehrmals geputzt“ werden, so Flair-Mitarbeiterin Birgit Riedel. Der Platz für die beiden großen Duschzelte und die zusätzlichen Toiletten wurde vom benachbarten Autohaus vermietet. Autohaus-Chef Klaus- Dieter Wühst will nach dem Festival entscheiden, ob es den großen Sanitärbereich auch im nächsten Jahr wieder geben wird.

Kommentare